Burg Bodenstein setzt auf umweltschonendes Erdgas
| Burg Bodenstein setzt auf umweltschonendes Erdgas Weithin sichtbar gilt die Burg Bodenstein als ein Wahrzeichen des Eichsfeldes. Während vieles in den alten Gemäuern von der Vergangenheit zeugt, setzt man bei der Energie- und Wärmeerzeugung zukünftig moderne Technologien auf der Basis des umweltschonenden Energieträgers Erdgas ein. Die EW Eichsfeldgas hat hierfür eine neue Erdgasleitung von Wintzingerode bis zur Burg verlegt. Die EW Eichsfeldgas hat seit 1990 mit Investitionen von mehr als 70 Mio. Euro 74 Orte im Landkreis Eichsfeld an ihr Leitungsnetz angeschlossen. Die jüngste Investition des hiesigen Erdgasversorgers ist der Anschluss der Burg Bodenstein an das Erdgasnetz. Landrat Dr. Werner Henning, Burgleiter Dieter Fuchs und die Geschäftsführer der EW Eichsfeldgas Ulrich Gabel und Dirk Nehrkorn entzündeten am 16. November 2009 die Erdgasfackel und gaben damit symbolisch die Erdgasversorgung für die Burg Bodenstein frei. Seit 1994 dient die Burg Bodenstein als Familienferienstätte und zählt inzwischen mehr als 20.000 Übernachtungsgäste im Jahr. Nach der Generalsanierung Anfang der 1990er Jahre steht nun eine erneute Modernisierung an. Mit auf dem Prüfstand war auch die mittlerweile veraltete und ineffektive Ölheizung. Unter Gesichtspunkten wie Wirtschaftlichkeit, Sauberkeit und Innovation wurde die Entscheidung getroffen, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als fortschrittliche Technologie einzusetzen. Durch den Einsatz eines Blockheizkraftwerkes (BHKW), das aus Erdgas elektrischen Strom und Wärme erzeugen kann, werden alle gewünschten Kriterien erfüllt. Die darüber hinaus benötigte Wärme wird durch eine moderne Erdgas-Brennwertheizung bereitgestellt. „Allein durch den Energieträgerwechsel von Heizöl auf Erdgas werden die CO2-Emissionen um mehr als 46 Tonnen im Jahr reduziert“, stellte Dirk Nehrkorn, Technischer Geschäftsführer der EW Eichsfeldgas, dar. Hinzu kommen weitere 24 Tonnen CO2 -Reduzierung aufgrund der dezentralen Stromproduktion mittels KWK gegenüber den Emissionen, die bei der sonst üblichen Erzeugung in Großkraftwerken entstehen. Bereits frühzeitig wandte sich Burgleiter Dieter Fuchs mit seinen Plänen an die EW Eichsfeldgas. „Mir war von vornherein bewusst, wie schwierig sich die Versorgung der Burg Bodenstein mit Erdgas aufgrund Ihrer Lage gestalten kann“, erklärte Dieter Fuchs, „umso mehr freut es mich, dass die EW Eichsfeldgas schnell und unkompliziert ein Konzept entwickelt und die Baumaßnahme termingerecht in nur 2 Monaten umgesetzt hat“, so Dieter Fuchs weiter. | ![]() v.l.n.r: Burgleiter Dieter Fuchs, Landrat Dr. Werner Henning, Dipl.-Ing. Dirk Nehrkorn und Dipl.-Ing. Ulrich Gabel (beide Geschäftsführer der EW Eichsfeldgas) entzünden gemeinsam die Erdgasfackel und läuten ein neues Kapitel der Wärme- und Energieversorgung der Burg ein. Als wirtschaftlichste Lösung für die Heranführung des Erdgases erwies sich die Versorgung von Wintzingerode aus. Die Verlegung von ca. 1.000 m Erdgasleitung innerhalb des Waldweges bis zur Burg erfolgte mittels einer modernen Grabenfräse. Weitere 400 m wurden in der Ortslage Bodenstein verlegt und die Baumaßnahme mit einer Investitionssumme von insgesamt rund 90.000 € abgeschlossen. Lohnende Investition Die vielen Übernachtungen auf der Burg garantieren auch in den Sommermonaten einen hohen Warmwasserbedarf und somit einen kontinuierlichen Dauerbetrieb des BHKWs – ein entscheidender Faktor dafür, dass sich die Investition in die Anlage schon bald amortisieren wird. Doch nicht nur bei der Beheizung setzt die Burg auf Erdgas. Auch der Küchenbetrieb wird im Zuge der Heizungsmodernisierung auf diesen Energieträger umgestellt. |



