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WAZ nimmt Kläranlagenerweiterung Mihla in Betrieb

Werra wird noch sauberer

Nach intensiver Zeit der Planung und Ausführung hat die erweiterte Kläranlage in Mihla nun offiziell ihren Betrieb aufgenommen.
Am Donnerstag, den 19. November 2009 war es endlich soweit. Im Beisein aller interessierten Bürger der Gemeinden fand die Inbetriebnahme des Kläranlagenerweiterungsbaus statt. Die Vertreter der Gemeinden und der Landkreise sowie die beteiligten Behörden, Planungsbüros und den ausführenden Firmen überzeugten sich ebenso von der Fertigstellung.

Mit dem Anschluss der Gemeinden Hallungen und Heyerode sowie dem Ortsnetzausbau in Mihla und Lauterbach konnte die Gewässerqualität im Einzugsgebiet der Werra  in den letzten 4 Jahren weiter verbessert werden. Durch den höheren Anschlussgrad war nun die Erweiterung der Kläranlage Mihla auf 6.700 Einwohnerwerte notwendig. Der 2. Bauabschnitt der Kläranlage Mihla wurde in nur acht Monaten Bauzeit fertig gestellt.

Seit 01.09.2005 gehören die Gemeinden des Abwasserzweckverbandes Lautertal-Lämpertsbach dem Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld (WAZ) an. Daran schloss sich eine intensive Erarbeitung für die Planung des Erweiterungsprojektes der Kläranlage Mihla an. Durch Optimierung des bisherigen Konzeptes konnte auf den Bau einer 2. biologischen Stufe verzichtet werden. Somit war es möglich mit den eingesparten Investitionskosten von ca. 500.000 Euro die naturnahe Kläranlage Berka v.d. Hainich noch im Jahr 2008 zu bauen. Der Neubau ergab eine frühzeitigere Entlastung des Gewässers Lauter.

Die biologische Reinigung bildet das Herzstück der Kläranlage, in der die Belüftungsanlage ersetzt wurde. Dadurch kann die für die Versorgung der Mikroorganismen lebenswichtige Sauerstoffzufuhr den erhöhten Belastungen im Zulauf der Kläranlage angepasst werden. Durch die Errichtung eines neuen Nachklärbeckens verbesserte sich die hydraulische Leistungsfähigkeit, insbesondere bei Starkniederschlägen, deutlich.

Der WAZ investierte 1,8 Mio. Euro in dieses Bauvorhaben und das Thüringer Umweltministerium förderte das Projekt mit ca. 829.000 Euro.

Ein weiteres Projekt, das in diesem Jahr fertig gestellt wurde, ist der Hauptsammler in Lauterbach mit einem Investitionsaufwand von 600.000 Euro und einem Förderanteil von 377.000 Euro. Der Hauptsammler ist die Voraussetzung für den Anschluss der Gemeinde Bischofroda. Hierfür wird ebenfalls in 2009 der Bau des Verbindungssammlers mit einem Wertumfang von 386.000 Euro inklusive einem Förderzuschuss von 242.000 Euro abgeschlossen werden. Dann kann sich der geplante Ausbau des Ortsnetzes anschließen.

Im ehemaligen Verbandsgebiet des AZV Lauteral-Lämpertsbach wurden seit dem 01.09.2005 insgesamt 8 Mio. € in die Erneuerung und Erweiterung der Abwasseranlagen und rund 600.000 € in die Wasserversorgung investiert. Aktuell wird noch in Heyerode am Kirchberg gebaut. Hier entsteht in einer Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde, dem Obereichsfeldischen Wasserleitungsverband Großbartloff und dem WAZ Obereichsfeld eine neue Straße bei gleichzeitiger Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen. Der WAZ investiert hier ca. 150.000 Euro ohne eine Fördermittelbereitstellung des Landes.
 




Inbetriebnahme per Knopfdruck (v.l.): Heyerodes Bürgermeister Andreas Henning,
WAZ-Verbandsvorsitzender Otmar Föllmer, Mihlas Bürgermeister Rainer Lämmerhirt







Funktionsschema der Kläranlage:


 

 
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