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Für Wasser- und Abwasserkunden wird es unterm Strich günstiger

WAZ Obereichsfeld beschließt neue Wasserpreise und Abwassergebühren

Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld (WAZ) beschloss in seiner Verbandsversammlung am 3. Dezember 2009 unter anderem die Anpassung der Wasserpreise und Abwassergebühren ab 01.01.2010. Grundlage ist die Kalkulation für den Zeitraum von 2010 bis 2013.

Haushalte mit der Standard-Zählergröße (Qn 2,5) entrichten dann im Jahr 16,92 € mehr an Abwassergrundgebühren. Für Wasserkunden gleicher Anschlussgröße verringert sich der Trinkwassergrundpreis im Jahr um brutto 19,26 €. Die 11.500 von insgesamt etwa 20.000 Kunden, die sowohl im Trinkwasser- als auch im Abwasserbereich an die Anlagen des WAZ Obereichsfeld angeschlossen sind, sparen also jährlich 2,34 €.

Trinkwasserentgelte erneut gesenkt

Vorausschauendes Handeln der EW Wasser GmbH, die als Eichsfeldwerke-Tochter im Auftrag des WAZ arbeitet, sowie umfangreiche Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen gewährleisten auch zukünftig einen effizienten Betrieb der Trinkwasserversorgung. Von 1993 bis 2008 wurden die Wasserverluste von 52,1 auf 18,6 Prozent gesenkt. Die Erneuerung von bisher etwa 50 Kilometer Versorgungs- und Hausanschlussleitungen reduzierte die Rohrbrüche von 685 (1993) auf 122 (2008).

Diese Entwicklung ermöglicht es dem WAZ die Vorteile durch eine erneute Preissenkung an die Kunden weiterzureichen. Damit werden nach 2001, 2007 und 2008 nun bereits zum vierten Mal in Folge die Wasserentgelte gesenkt. Zuletzt erfolgte zum 01.01.2008 die Reduzierung des Mengenpreises. Zum 01.01.2010 werden jetzt die monatlichen Grundpreise herabgesetzt.

Der Grundpreis für die Zählergröße Qn 2,5 wird von bisher netto 12,00 € auf 10,50 € monatlich bzw. brutto von 12,84 € auf 11,24 € pro Monat gesenkt. Für die Zählergrößen Qn 6, Qn 10 und über Qn 10 werden die Grundpreise linear gestaffelt ermäßigt.

Abwassergebühren erstmals seit 2001 angepasst

Die Abwassergebühren sind seit dem Jahr 2001 unverändert. Im Zeitraum 2001 bis 2009 konnten allgemeine Kostenentwicklungen, wie u. a. die Umsatzsteuererhöhung oder die Auswirkungen aus der Änderung des Thüringer Kommunalabgabengesetzes, durch betriebsorganisatorische Maßnahmen kompensiert werden. Gleichzeitig wurden umfangreiche Maßnahmen zur Herstellung, Erneuerung und Sanierung der abwassertechnischen Anlagen im Verbandsgebiet umgesetzt.

Auch zukünftig besteht hier ein hoher Investitionsbedarf. Dies betrifft insbesondere den Kanalbau im Zuge von Straßenbaumaßnahmen sowie den Neubau/ die Erweiterung von Abwasserbehandlungsanlagen zur Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen z.B. aus dem Wasserhaushaltsgesetz sowie der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Fördermittel stehen zur Umsetzung dieser Maßnahmen nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Dies bedeutet für den WAZ eine deutliche finanzielle Belastung. Im Ergebnis wurde daher eine moderate Anpassung der Abwassergebühren beschlossen.

Damit erhöht sich die Abwassergrundgebühr für die Zählergröße Qn 2,5 von 49,08 €/Jahr auf 66,00 €/Jahr. Für die übrigen Zählergrößen ergibt sich eine linear gestaffelte Grundgebührenanpassung. Für die Entsorgung der Kleinkläranlagen wurden die Gebühren von 30,01 €/m³ Fäkalschlamm auf 30,09 €/m³ sowie der abflusslosen Gruben von 12,39 €/m³ Fäkalschlamm auf 17,36 €/m³ angehoben.

Bereits seit 1997 ist für Kunden, die sowohl trinkwasser- wie auch abwassertechnisch zum WAZ Obereichsfeld gehören, unterm Strich ein Rückgang der Entgelte zu verzeichnen.

Investitionen beschlossen, Verbandvorsitz im Amt bestätigt

Neben der Anpassung der Preis- und Gebührenschlüssel beschlossen die Mitglieder der Verbandsversammlung auch den Haushaltsplan für das Jahr 2010. Im Abwasserbereich sind darin Investitionen in Höhe von 10,5 Millionen € vorgesehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Fertigstellung der Kläranlage Friedatal. Im Trinkwassersektor sollen insgesamt 920.000 € in die Erneuerung und Erweiterung der Anlagen investiert werden. Damit wird die technische Infrastruktur des Versorgungsgebietes weiter ausgebaut und außerdem ein wichtiger Impuls für die heimische Wirtschaft gegeben.

Mit dem Auslaufen der aktuellen Legislaturperiode wählten die Mitglieder des WAZ Obereichsfeld ihren neuen Vorsitz. Sowohl Ottmar Föllmer als Verbandsvorsitzender, als auch Albert Keppler als sein Stellvertreter wurden in ihrem Amt bestätigt.
   

 

 
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