StadtBus unter Strom: Testurteil gefragt.
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StadtBus unter Strom: Testurteil gefragt.

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Von Erdgas- auf Stromantrieb umstellen – das testen die Eichsfeldwerke (EW) für den Einsatz im StadtBus-Verkehr. Geprüft werden hierfür verschiedene Technologien. Start des Pilotprojekts ist zunächst in Heilbad Heiligenstadt. 

Fest zum Stadtbild gehören in der Kurstadt bisher die erdgasbetriebenen Midibusse. Auf den beiden StadtBus-Linien sind sie mit dem umweltschonenden Kraftstoff besonders emissionsarm unterwegs. Elektrobusse fahren mit Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, praktisch CO2-frei. Beschränkt ist derzeit noch der Markt für entsprechend qualitative Fahrzeuge. Um das richtige Produkt zu finden, testet die EW Bus verschiedene Modelle in der Praxis.

Seit dieser Woche ist daher probeweise ein „neues Gesicht“ auf Linie A und B unterwegs: ein tschechischer Midibus, der sich vor allem durch seine abgerundete Form und die blaue Lackierung von den anderen StadtBussen optisch abhebt. Auch das Innenleben ist ganz anders, als in den gewohnten Fahrzeugen. Der geliehene E-Bus hat 163 PS (entspricht 120 kW) und ist bereits seit 5 Jahren bei den Osteuropäern im Einsatz. Die Batterie hält noch wie am ersten Tag. 150 km schafft der 16-Sitzer ohne zwischendurch laden zu müssen. Er bietet zusätzlich 30 Stehplätze sowie Raum für Kinderwagen und Rollatoren. Der barrierefreie Ein- und Ausstieg ist dank dem sogenannten „Kneeling“ (Absenken des Busses) und einer Klapprampe gesichert. Ein Muss für die EW Bus – so betont Geschäftsführer Michael Raabe: „Wenn wir auf andere Fahrzeuge umstellen, müssen diese den hohen Standards der bisherigen Flotte entsprechen und den Fahrgästen den gewohnten Komfort bieten.“

Gefragt ist nun vor allem die Meinung der Fahrgäste. Raabe ruft auf: „Vom 4. bis zum 6. Juni sind alle Fahrten mit dem blauen E-Bus kostenfrei. Im Gegenzug bitten wir alle Mitfahrenden um ein Feedback zum Fahrzeug. Wir werden im Bus selbst Befragungen durchführen. Nehmen aber gern auch eine Rückmeldung per Telefon unter 03605/5152-11 oder per Email an bus@ew-netz.de entgegen.“

Mit den gesammelten Erfahrungen wird anschließend ein konkretes Anforderungsprofil erstellt. „Dann müssen wir sehen, ab wann ausgereifte Fahrzeuge am Markt verfügbar sind, die wir zuverlässig im Dauerbetrieb einsetzen können“, erläutert Raabe. Für die Anschaffung der Fahrzeuge sowie die Ladeinfrastruktur erhält die EW-Tochter eine 80%-ige Förderung des Thüringer Umweltministeriums aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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Aufnahmeprüfung: dieser tschechische E-Bus wird aktuell in Heilbad Heiligenstadt getestet