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Kombination aus bautechnischer und energetischer Effizienz: Die neue Kläranlage Schildbach.

  News Wasser / Abwasser

Im Landschaftsbild fällt sie kaum auf und doch ist sie maßgebend für die Gemeinde Anrode und ihre Ortsteile (Lengefeld, Bickenriede sowie Dörna und Hollenbach): die neue Kläranlage Schildbach, ausgelegt für 2.400 Einwohnerwerte. Mit deren Fertigstellung hat der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld (WAZ) und seine Betriebsführerin, die EW Wasser GmbH, den Einklang von modernster Technik und Naturnähe geschaffen. In die zentrale Abwasseraufbereitung inklusive Zu- und Ableitungen investierte der Zweckverband circa 1,2 Millionen Euro, die der Freistaat Thüringen mit knapp 492.000 Euro förderte. 

Am Freitag, den 20. Oktober 2017, wurde die Kläranlage durch Harald Zanker, Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, im Beisein von Ottmar Föllmer, Verbandsvorsitzenden des WAZ Obereichsfeld, beteiligter Behörden sowie Planungs- und Baufirmen, offiziell eingeweiht. Zudem führten Mitarbeiter der EW Wasser Besucher im Rahmen eines Tags der offenen Tür über die Anlage, zu dem alle Interessierten eingeladen waren. 

Mit dem Bau der vollbiologischen Abwasserbehandlungsanlage wurde im August 2016 begonnen. Durch das gemeinsame Engagement aller Projektpartner unter Federführung der EW Wasser, eine von sechs Töchtern der Eichsfeldwerke, war es möglich, die Fertigstellung in gut einem Jahr Bauzeit zu realisieren. 

Die Abwässer werden in der Kläranlage zunächst in zwei Vorklärbecken mechanisch gereinigt. Hier setzen sich Schlamm und Grobstoffe ab. Darauf folgt die zweistufige intensive vollbiologische Reinigung. Zuerst findet in zwei Scheibentauchkörperanlagen die biologische Reinigung statt. Hierfür werden die Stoffwechselprozesse von Bakterien genutzt. Den für diesen Stoffabbau notwendigen Sauerstoff erhalten die Mikroorganismen durch die ständige Drehbewegung der Scheibentauchkörper. Dank dieser Tauchkörper leistet die Kläranlage auf kleinem Raum eine große Wirkung. So nimmt sie den kleinstmöglichen Platz von 112 Quadratmetern ein und kann den Bakterien dennoch eine 10.820 Quadratmeter große Arbeitsfläche bieten. Anschließend durchfließt das Abwasser zur Nachbehandlung zwei Schönungsteiche mit einer Fläche von 600 bzw. 1.000 Quadratmetern. Das saubere Wasser kann dann im freien Gefälle bedenkenlos in den Schildbach eingeleitet werden. 

Mit einem Energiebedarf von jährlich rund 15 bis 20 kWh pro Einwohner arbeitet die Kläranlage sehr effizient. Ein Beweis: vergleichbar große Anlagen herkömmlicher Technologien, wie dem Belebtschlammverfahren, liegen bei bis zu 70 kWh pro Jahr. Dadurch können dauerhaft auch die Betriebskosten gering gehalten werden. Die effiziente und ökologische Anlage leistet einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Umwelt- und Gewässerschutz nach den Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. 

Fünf Kläranlagen gleicher Konfiguration betreibt der WAZ Obereichsfeld bereits: in Katharinenberg (Inbetriebnahme: 1993), in Wüstheuterode (2004), in Berka vor dem Hainich (2008), in Küllstedt/Büttstedt (2009) und bei Arenshausen mit der Kläranlage Unteres Leinetal (2012). Auch die Anlage in Birkenfelde wird nach diesem Prinzip umgesetzt, deren Abnahme zur Fertigstellung vor wenigen Tagen erfolgte. 


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