- Wasser/Abwasser
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13.10.2026
Unsichtbare Reserven für die Region
Offizielle Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters in Bornhagen: WAZ Obereichsfeld setzt erstmals auf Bauweise aus Polyethylen.
Heilbad Heiligenstadt/Bornhagen, 13.10.2026
Mit der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters in Bornhagen stärkt der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld (WAZ) die langfristige Trinkwasserversorgung in der Region. Die moderne Anlage aus hochfestem Polyethylen ist die erste seiner Art im Verbandsgebiet und versorgt die Menschen in Bornhagen, Rimbach und Rothenbach mit Trinkwasser. Für das Projekt investierte der Verband rund 890.000 Euro. Mehr als 60 Einwohner und geladene Gäste nutzten die Einweihung, um den neuen Hochbehälter zu besichtigen und sich über das Projekt zu informieren.
Hochbehälter sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer sicheren Trinkwasserversorgung. Sie dienen als Wasserspeicher, gleichen Schwankungen im Verbrauch aus und gewährleisten eine zuverlässige Versorgung. Neue Wege beschreitet das Projekt in Bornhagen mit seinem modularen Baukonzept: Die Wasserkammern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 75 Kubikmetern wurden als maßgefertigte Module im Werk vorproduziert und innerhalb kurzer Zeit vor Ort montiert. Zwei getrennte Kammern sorgen für eine hohe Betriebssicherheit, denn durch diese Bauweise kann eine Kammer gewartet oder gereinigt werden, während die andere die Versorgung aufrechterhält.
Eine sichere Trinkwasserversorgung erfordert langfristige Planung und kontinuierliche Investitionen. Mit Projekten wie in Bornhagen erneuern wir unsere Infrastruktur Schritt für Schritt und schaffen die Grundlage für eine zuverlässige Versorgung auch für kommende Generationen“, sagt Adrian Grieß, Vorsitzender des WAZ Obereichsfeld. Für die Wahl der Bauweise sprachen insbesondere technische und wirtschaftliche Vorteile. Das Material PE-HD ist langlebig, lebensmittelecht und vollständig recycelbar. Darüber hinaus ließ sich das Bauvorhaben innerhalb weniger Monate umsetzen.
Kontinuierliche Investitionen in Trinkwasser-Infrastruktur
Eine besondere Rolle spielte dabei auch der Standort in unmittelbarer Nähe der Burg Hanstein. Anders als der frühere Hochbehälter fügt sich die neue technische Anlage nahezu unsichtbar in das Landschaftsbild ein - sichtbar bleibt lediglich der Zugang. „Die Menschen verlassen sich jeden Tag auf sauberes Trinkwasser. Damit das auch künftig selbstverständlich bleibt, investieren wir gemeinsam mit dem WAZ kontinuierlich in eine leistungsfähige und zukunftsfähige Infrastruktur“, sagt Ulrich Gabel, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke GmbH.
Der neue Hochbehälter hat zugleich Modellcharakter für das Verbandsgebiet. Insgesamt betreibt die EW Wasser GmbH im Auftrag des WAZ Obereichsfeld 65 Hochbehälter, von denen in den vergangenen Jahren bereits rund 20 erneuert wurden. Weitere Investitionen in die Modernisierung der Trinkwasserinfrastruktur sind bereits geplant. Die in Bornhagen erstmals realisierte Bauweise aus Polyethylen wird dabei künftig auch an anderen Standorten eine Rolle spielen. „Bornhagen zeigt, wie moderne Wasserinfrastruktur heute umgesetzt werden kann. Die Bauweise ermöglicht eine weitgehende Vorfertigung der Anlage und damit eine zügige Umsetzung vor Ort. Gleichzeitig hat sich Polyethylen seit vielen Jahren in der Trinkwasserversorgung bewährt. Die Erfahrungen aus diesem Projekt werden wir bei künftigen Vorhaben nutzen“, sagt Ulrich Gabel.
Mit dem neuen Hochbehälter investiert der WAZ Obereichsfeld in eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur im ländlichen Raum und schafft wichtige Voraussetzungen für eine langfristig sichere Trinkwasserversorgung in der Region.