Knowhow

Unsere Verläss­lich­keit basiert auf dem langfristig erworbenen Knowhow aus 35 Jahren Unternehmensgeschichte. Beste Aussichten, um Zukunft aktiv zu gestalten - sei es durch den Bau eines innovativen Ladeparks, die Errichtung eines speziellen Hochbehälters oder die vorausschauende Nutzung digitaler Informationssysteme. 

Mit seiner auffälligen Dachform ist der neue EW-Ladepark im Gewerbegebiet A38 Ost leicht erkennbar.
E-MOBILITÄT
Geschafft: Dank genauer Planung und akribischer Vorbereitung konnten Anlieferung und Montage problemlos erfolgen. Christian Senge (3.v.l.) und Christoph Lange (5. v.l.) von der EW Wasser freuen sich mit dem Team der Herstellerfirma.
WASSERVERSORGUNG
Maria Bahn sorgt für eine akribische Dokumentation des Datenbestands im geografischen Informationssystem (GIS).
GEOGRAFISCHES INFORMATIONS­SYSTEM
INVESTITIONEN
ENERGIE-ERZEUGUNG
E-MOBILITÄT

Moderner EW-Ladepark bietet weit mehr als Strom

Innovativ, leistungsstark und durchdacht bis ins Detail: Seit Anfang April 2026 ist der neue Ladepark der Eichsfeldwerke im Heiligenstädter Gewerbe­gebiet offiziell in Betrieb. Unmittelbar an der Autobahn A 38 und zugleich unweit der Anschluss­stelle zur Autobahn A 7 gelegen, schließt der rund 2.300 Quadrat­meter große Ladepark nicht nur eine bisherige Lücke im Versorgungs­netz, sondern steht vor allem für einen Anspruch: Die Eichsfeldwerke, die rund 2,2 Millionen Euro in dieses Projekt investiert haben, wollen die Entwicklung der E-Mobilität auch für den Fern- und LKW-Verkehr aktiv mitgestalten und weiter vorantreiben.

Mit seiner Lage nur wenige hundert Meter von der A 38 entfernt, ist die moderne Lade- und Raststation nicht nur für Pendler und Fernreisende mit E-Auto ideal, sondern gleicher­maßen für die zunehmende Zahl elektrisch angetriebener LKWs, sogenannter E-Trucks. „Wir stehen zur E-Mobilität in all ihren Facetten. Deshalb haben wir bereits bei der Planung unseres neuen Ladeparks ganz gezielt auch die Bedürfnisse des Schwerlast­verkehrs berücksichtigt“, erläutert Markus Klaus, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke-Tochter EW Energie. „Denn die Nachfrage ist da. Das konnten wir bereits an anderen Ladesäulen von uns feststellen.“

Im Austausch mit einer auf E-Trucks speziali­sierten Spedition entstand ein Konzept, das auf die speziellen Bedürfnisse dieser Fahrzeuge zugeschnitten ist: Ein- und Ausfahrt sind so gestaltet, dass die Lastzüge direkt an den Ladepunkt fahren können – ohne zeitaufwendiges Abkoppeln des Aufliegers. Das spart den Fahrern nicht nur viel Aufwand, sondern auch Zeit, die zum Beispiel zum Pausieren und Einhalten der gesetzlich vorge­schriebenen Lenk­zeiten genutzt werden kann.

Mit seiner auffälligen Dachform ist der neue EW-Ladepark im Gewerbegebiet A38 Ost leicht erkennbar.

Mit seiner auffälligen Dachform ist der neue EW-Ladepark im Gewerbegebiet A38 Ost leicht erkennbar.

Eröffneten gemeinsam den neuen EW-Ladepark: Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der EW Eichsfeldgas, Steffen Schütz, Minister für Digitales und Infrastruktur des Freistaates Thüringen, Landrätin Dr. Marion Frant, Ulrich Gabel, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke, sowie Landtagspräsident Dr. Thadäus König (v.l.n.r.).

Eröffneten gemeinsam den neuen EW-Ladepark: Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der EW Eichsfeldgas, Steffen Schütz, Minister für Digitales und Infrastruktur des Freistaates Thüringen, Landrätin Dr. Marion Frant, Ulrich Gabel, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke, sowie Landtagspräsident Dr. Thadäus König (v.l.n.r.).

Zur Eröffnung des Ladeparks konnte EW-Geschäftsführer Ulrich Gabel zahlreiche Gäste begrüßen.

Zur Eröffnung des Ladeparks konnte EW-Geschäftsführer Ulrich Gabel zahlreiche Gäste begrüßen.

Mit seiner auffälligen Dachform ist der neue EW-Ladepark im Gewerbegebiet A38 Ost leicht erkennbar.
Eröffneten gemeinsam den neuen EW-Ladepark: Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der EW Eichsfeldgas, Steffen Schütz, Minister für Digitales und Infrastruktur des Freistaates Thüringen, Landrätin Dr. Marion Frant, Ulrich Gabel, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke, sowie Landtagspräsident Dr. Thadäus König (v.l.n.r.).
Zur Eröffnung des Ladeparks konnte EW-Geschäftsführer Ulrich Gabel zahlreiche Gäste begrüßen.

Viel mehr als eine Lademöglichkeit

Dass der Ladepark sich nicht nur in diesem Punkt von vielen anderen unter­scheidet, merkt man schon beim ersten Halt. Die Besucher erwartet kein typischer Gewerbegebiet-Charme, sondern ein gut durch­dachtes, nutzer­freundliches und selbst­verständlich barriere­freies Gesamt­konzept.

Vier Ladesäulen bilden den Kern des Ladeparks. Sie verfügen jeweils über eine Leistung von 400 kW und besitzen je zwei DC-Schnell­ladepunkte. Zwei der Ladesäulen sind speziell auf die Bedürfnisse von E-Trucks ausgelegt, können aber auch von Elektro­autos genutzt werden. Geladen wird ausschließlich mit Ökostrom. Eine Carport-Überdachung als Schutz vor Regen und Sonne bietet gewohntes Tankstellen-Feeling. Zur energe­tischen und nach­haltigen Versorgung des Ladeparks trägt auch eine Photovoltaik­anlage bei. Installiert auf der Dachfläche, ermöglicht sie eine Leistung von bis zu 60 Kilowatt.

Die DC-Ladesäulen sorgen mit einer Leistung vom 400 kW für besonders schnelle Ladeprozesse.

Die DC-Ladesäulen sorgen mit einer Leistung vom 400 kW für besonders schnelle Ladeprozesse.

Komfortables Laden: Für den Ladevorgang können Fahrer von E-Trucks direkt die Ladesäule ansteuern ohne den Auflieger ab- und ankoppeln zu müssen.

Komfortables Laden: Für den Ladevorgang können Fahrer von E-Trucks direkt die Ladesäule ansteuern ohne den Auflieger ab- und ankoppeln zu müssen.

Die DC-Ladesäulen sorgen mit einer Leistung vom 400 kW für besonders schnelle Ladeprozesse.
Komfortables Laden: Für den Ladevorgang können Fahrer von E-Trucks direkt die Ladesäule ansteuern ohne den Auflieger ab- und ankoppeln zu müssen.

Modernes Erscheinungsbild

Dazu passt auch das weitere Ambiente: Snack- und Getränke­automaten stehen bereit für den kleinen Hunger, Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Ein kleiner Spielplatz bietet auch Kindern während der Ladezeit Abwechslung und ein digitaler Großbildschirm informiert Reisende über aktuelle Nachrichten und Neuigkeiten aus der Region. Begrünungen und ein bepflanzter Wall runden das angenehme Erscheinungs­bild des neuen Ladeparks ab. „Wir wollten keinen kalten Technikort schaffen, sondern möchten ein echtes Lade­erlebnis bieten“, berichtet Geschäftsführer Klaus. „Auch wer nur eine halbe Stunde bleibt, soll sich hier auf dem Areal wohlfühlen.“ Dafür sorgen auch aufwendige Extras wie z.B. eine voll­automatische Toilette, die sich selbst reinigt und somit einen hohen Hygiene­standard gewährleistet. Für Sicherheit sorgen eine Video­überwachung und eine 24/7-Ruf­bereitschaft, falls es einmal zu technischen Problemen kommen sollte.

Darüber hinaus dachte man während der Planung auch schon an morgen: Der Park wurde so konzipiert, dass er sich auch im laufenden Betrieb erweitern lässt. Leerrohre, Trafo­standorte, Platz­reserven: Alles ist bereits vorbereitet, um den Ladepark im Bedarfsfall schnell vergrößern zu können.

Verpflegungsautomaten bieten Reisenden kalte und warme Getränke sowie Snacks und regionaltypische Produkte.

Verpflegungsautomaten bieten Reisenden kalte und warme Getränke sowie Snacks und regionaltypische Produkte.

Ein Spielplatz sorgt bei Kindern für eine angenehme Abwechselung auf langer Reise.

Ein Spielplatz sorgt bei Kindern für eine angenehme Abwechselung auf langer Reise.

Der neue Ladepark verfügt auch über eine selbstreinigende, hygienische Toilettenanlage.

Der neue Ladepark verfügt auch über eine selbstreinigende, hygienische Toilettenanlage.

Verpflegungsautomaten bieten Reisenden kalte und warme Getränke sowie Snacks und regionaltypische Produkte.
Ein Spielplatz sorgt bei Kindern für eine angenehme Abwechselung auf langer Reise.
Der neue Ladepark verfügt auch über eine selbstreinigende, hygienische Toilettenanlage.

Engagement geht weiter

Der neue Ladepark ist ein Statement und ergänzt das umfassende Engagement der Eichsfeldwerke für die Elektro­mobilität. Mit aktuell 65 in Betrieb befindlichen Ladesäulen – darunter bereits 20 DC-Schnelllader – zählt das Unternehmen zu den Spitzen­reitern unter den Energie­versorgern in Thüringen. Ob in Stadt­gebieten, an touris­tischen Hotspots oder in Wohn­quartieren: Die EW Energie sorgt mit ihren Lösungen dafür, dass sich die E-Mobilität im Eichsfeld etabliert und alltags­tauglich wird.

Dass sich das Unternehmen auch von schwierigen Rahmen­bedingungen wie dem zwischen­zeitlichen Auslaufen der E-Auto-Förderung nicht von seinem Kurs abbringen ließ, ist für Klaus ein Ausdruck von Haltung: „Wir sind überzeugt, dass sich Elektro­mobilität durchsetzen wird. Deshalb bauen wir weiter – fokussiert, verlässlich und zukunftsorientiert.“

ZAHLEN ZUM LADEINFRASTRUKTUR-AUSBAU

65

Ladesäulen

hat die EW-Unternehmensgruppe bislang regional installiert

2,2

Millionen Euro

haben die Eichsfeldwerke in den Ladepark investiert

19

Elektrofahrzeuge

pro 1000 Einwohner sind laut dpa aktuell im Eichsfeld registriert

WASSERVERSORGUNG

Moderne Ingenieurlösung für die Trinkwasser­versorgung

Sauberes Trinkwasser rund um die Uhr – für die Menschen im Eichsfeld eine Selbst­verständlichkeit. Doch damit Wasser jederzeit mit dem richtigen Druck aus der Leitung kommt, braucht es eine leistungs­fähige und gut durchdachte Infrastruktur. Entscheidend dafür sind Hochbehälter, die große Wasser­mengen speichern und für stabile Druck­verhältnisse sorgen. Anlagen, die in die Jahre gekommen sind, modernisiert die EW Wasser daher kontinuierlich oder erneuert sie im Bedarfsfall. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Ersatz­neubau des Hoch­behälters in Bornhagen.

In den frühen Morgenstunden startete die Anlieferung des ersten Moduls des neuen Trinkwasser-Hochbehälters in Bornhagen.

In den frühen Morgenstunden startete die Anlieferung des ersten Moduls des neuen Trinkwasser-Hochbehälters in Bornhagen.

Gute Planung und echte Maßarbeit waren gefragt, als es mit der über 10 Meter langen Schiebekammer durch den Ort ging.

Gute Planung und echte Maßarbeit waren gefragt, als es mit der über 10 Meter langen Schiebekammer durch den Ort ging.

Bei der Anlieferung der zweiten Wasserkammer unterstützte eine kräftige Zugmaschine den Transport.

Bei der Anlieferung der zweiten Wasserkammer unterstützte eine kräftige Zugmaschine den Transport.

Anspruchsvolle Schlussetappe: zum Aufstellort ging es über Kopfsteinpflaster die steile Hansteinstraße hinauf.

Anspruchsvolle Schlussetappe: zum Aufstellort ging es über Kopfsteinpflaster die steile Hansteinstraße hinauf.

In den frühen Morgenstunden startete die Anlieferung des ersten Moduls des neuen Trinkwasser-Hochbehälters in Bornhagen.
Gute Planung und echte Maßarbeit waren gefragt, als es mit der über 10 Meter langen Schiebekammer durch den Ort ging.
Bei der Anlieferung der zweiten Wasserkammer unterstützte eine kräftige Zugmaschine den Transport.
Anspruchsvolle Schlussetappe: zum Aufstellort ging es über Kopfsteinpflaster die steile Hansteinstraße hinauf.

Die Anlage in exponierter Lage oberhalb des kleinen Eichsfeld­ortes versorgt als Teil der Gruppen­wasser­versorgung Hanstein die Ortschaften Bornhagen, Rimbach und Rothenbach und damit 270 Einwohner mit Trink­wasser. Der bisherige Hoch­behälter stammte aus dem Jahr 1963 und fasste 200 Kubikmeter Wasser, von denen aber nur 34 täglich gebraucht wurden. Eine Sanierung des über 50 Jahre alten DDR-Typenbaus hätte sich wirtschaftl­ich nicht mehr gelohnt. Statt­dessen entschied sich die EW Wasser als Betriebs­führerin des Zweckverbands Wasser­versorgung und Abwasser­entsorgung Obereichsfeld (WAZ) für einen modernen Ersatz­neubau. 

„Mit dem Neubau haben wir zugleich die Resilienz der Wasser­versorgung in diesem Gebiet erhöht, da jetzt auch eine Einbindung des Hoch­behälters Rimbach möglich ist“, erklärt Marcus Heinemann, Fachbereichs­leiter Trinkwasser und Abwasser bei der EW Wasser. Aber nicht nur in diesem Punkt kann der neue Hoch­behälter, der seit Ende 2025 im Betrieb ist, seine Vorteile ausspielen.

„Mit dem neuen Hochbehälter haben wir auch gleich die Resilienz der Wasserversorgung in diesem Gebiet erhöht.“
Marcus Heinemann
Fachbereichsleiter Trinkwasser und Abwasser, EW Wasser
Portrait von Marcus Heinemann, Fachbereichsleiter für Wasser und Abwasser bei der EW Wasser

Erster seiner Art

Weitere Besonder­heiten sind sein Material und seine Bauweise. Denn als erster Hoch­behälter im Verbandsgebiet des WAZ besteht dieser nicht aus Stahl­beton, sondern aus hoch­dichtem Polyethylen (PE-HD). Anstelle eines zylinder­förmigen Wasser­tanks verfügt er über zwei 12,5 Meter lange, liegende Wasser­kammern mit einem Fassungs­vermögen von jeweils 75 Kubikmetern. Eine vorgeschaltete Schieber­kammer nimmt die gesamte Anlagen­technik auf – von den Armaturen über die Mess- und Steuer­technik bis hin zur Druck­regelung. Diese gabel­förmige Bauweise hat entscheidende Vorteile: Eine der beiden Wasser­kammern kann bei Wartungs- oder Reinigungs­arbeiten außer Betrieb genommen werden, während die zweite weiterhin die Versorgung sicher­stellt. Zudem konnte der neue Hoch­behälter unauffällig in die Landschaft integriert werden. Mit der Burg Hanstein befindet sich in unmittel­barer Nähe eine touris­tisch stark frequen­tierte Sehens­würdigkeit in wunder­schöner Landschaft. Im Gegen­satz zum Vorgänger verschwindet der neue Hoch­behälter voll­ständig im Erdreich, während beim alten Bau das Technik­gebäude deutlich sichtbar aus dem Hügel heraus­ragte. Beim Neubau befindet sich nun auch die gesamte Technik unter der Erde. Sichtbar bleibt lediglich ein kleiner seitlicher Zugang, der unter Fach­leuten als „Hobbit-Eingang“ bezeichnet wird.

Nachhaltiges PE-HD statt Stahlbeton

Das verwendete PE-HD-Material ist im Trinkwasser­bereich seit Jahrzehnten bewährt. Es ist lebens­mittelecht, sehr langlebig und vollständig recycelbar. Anstelle von rund 330 Tonnen Stahlbeton bei klassischer Hoch­behälter-Bauweise kamen nur circa 35 Tonnen PE-HD zum Einsatz, was den CO2-Fußabdruck deutlich verringerte und die Kosten reduzierte. „Jeder Standort stellt andere Anforderungen“, betont Ingenieur Heinemann. „Deshalb überlegen wir bei jedem Projekt neu, welche Bauweise am besten zum Gelände, zur vorgesehenen Größe des Behälters und zur Umgebung passt. In Bornhagen war der Einsatz von PE-HD-Modulen genau die richtige Entscheidung.“ Denn mit dieser Lösung ließ sich auch die Bauzeit deutlich verkürzen. Während an Beton­behältern oft andert­halb bis zwei Jahren gearbeitet wird, konnte der Hochbehälter in Bornhagen seit der Baustellen­einrichtung im September 2025 innerhalb weniger Monate vollendet werden. Ein ganz besonderer Moment war die Anlieferung der Module im November 2025.

Millimeterarbeit gefragt

Die beeindruckende Größe der vorgefertigten Behälter­module stellte alle Beteiligten vor besondere Heraus­forderungen. Die vier Module wurden an einem einzigen Tag mit Schwerlast­transportern vom Sitz der Herstellerfirma Frank im hessischen Mörfelden-Walldorf nach Bornhagen gebracht. Dort angekommen, mussten die Fahrzeuge durch enge Ortsstraßen bewegt und anschließend eine steile Kopfsteinpflasterstraße zur Baustelle hinaufgefahren werden.

Polizei, Feuerwehr und zahlreiche Helfer sicherten die Strecke. Zentimeter für Zentimeter wurden die Transport­fahrzeuge durch Bornhagen manövriert, bevor die Module schließlich auf der Baustelle mit einem Kran millimeter­genau platziert und anschließend miteinander verschweißt werden konnten. Eine logistische Meister­leistung, die monate­lang bis ins kleinste Detail vorbereitet worden war.

Die zweite Wasserkammer wird abgeladen und zur Montage positioniert.

Die zweite Wasserkammer wird abgeladen und zur Montage positioniert.

Der neue Hochbehälter versorgt 270 Einwohner der Ortschaften Bornhagen, Rimbach und Rothenbach.

Der neue Hochbehälter versorgt 270 Einwohner der Ortschaften Bornhagen, Rimbach und Rothenbach.

Geschafft: Dank genauer Planung und akribischer Vorbereitung konnten Anlieferung und Montage problemlos erfolgen. Christian Senge (3.v.l.) und Christoph Lange (5. v.l.) von der EW Wasser freuen sich mit dem Team der Herstellerfirma.

Geschafft: Dank genauer Planung und akribischer Vorbereitung konnten Anlieferung und Montage problemlos erfolgen. Christian Senge (3.v.l.) und Christoph Lange (5. v.l.) von der EW Wasser freuen sich mit dem Team der Herstellerfirma.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell aus dem Jahr 1963 ist der neue Hochbehälter kaum noch in der Landschaft sichtbar.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell aus dem Jahr 1963 ist der neue Hochbehälter kaum noch in der Landschaft sichtbar.

Blick zurück: Der alte DDR-Typenbehälter in Bornhagen stammte aus dem Jahr 1963, eine Sanierung hat sich als unwirtschaftlich erwiesen.

Blick zurück: Der alte DDR-Typenbehälter in Bornhagen stammte aus dem Jahr 1963, eine Sanierung hat sich als unwirtschaftlich erwiesen.

Die zweite Wasserkammer wird abgeladen und zur Montage positioniert.
Der neue Hochbehälter versorgt 270 Einwohner der Ortschaften Bornhagen, Rimbach und Rothenbach.
Geschafft: Dank genauer Planung und akribischer Vorbereitung konnten Anlieferung und Montage problemlos erfolgen. Christian Senge (3.v.l.) und Christoph Lange (5. v.l.) von der EW Wasser freuen sich mit dem Team der Herstellerfirma.
Im Gegensatz zum Vorgängermodell aus dem Jahr 1963 ist der neue Hochbehälter kaum noch in der Landschaft sichtbar.
Blick zurück: Der alte DDR-Typenbehälter in Bornhagen stammte aus dem Jahr 1963, eine Sanierung hat sich als unwirtschaftlich erwiesen.

Teil eines großen Versorgungsnetzes

Der Ersatz­neubau steht exemplarisch für die kontinuier­liche Arbeit der EW Wasser an der Trinkwasser­infrastruktur im Verbands­gebiet des WAZ Obereichsfeld. Insgesamt betreut das Unternehmen 65 Hoch­behälter, von denen es im Verlauf der vergangenen Jahre rund 20 neu erbaut hat. Und die nächsten Projekte sind bereits in Vorbereitung: Während sich die Experten der EW Wasser in Reinholterode für eine Sanierung des bestehenden Hoch­behälters entschieden haben, ist in Wilbich ein weiterer Ersatz­neubau des Hoch­behälters zur Versorgung von rund 300 Personen in Planung. „Auch dort stehen die Zeichen wieder auf Polyethylen als Material“, blickt Heinemann voraus. „Aber wir sind noch in der Prüfung, denn unser Ziel ist immer, die technisch, wirtschaftlich und standort­mäßig sinnvollste Lösung zu finden.“

Der neue Hochbehälter kommt!

Eindrucksvolle Impressionen vom Anliefertag des Hochbehälters Bornhagen Ende November 2025 vermittelt ein kurzes Video:

ZAHLEN ZUM HOCHBEHÄLTER BORNHAGEN

35

Tonnen

Gesamtgewicht

150

Kubikmeter

Wasser fassen die beiden Wasserkammern

270

Einwohner

werden durch den Hochbehälter mit Wasser versorgt

GEOGRAFISCHES INFORMATIONS­SYSTEM

Ein digitales Fundament für die wasser­wirt­schaft­­­liche Infrastruktur

Eine sichere Trinkwasser­versorgung und eine funktionierende Abwasser­entsorgung gehören zweifelsfrei zu den wesent­lichen Grund­lagen einer modernen Infra­struktur. Hinter den Kulissen bedeuten Sicher­heit, Erhalt und Ausbau der Netze jedoch eine enorme organisa­torische und planerische Heraus­forderung. Die EW Wasser setzt dafür seit vielen Jahren auf ein geogra­fisches Informations­system, kurz GIS, das von einem enga­gierten Team in einem eigenen Sach­gebiet betreut wird.

Als Tochterunternehmen der Eichsfeldwerke und Betriebs­leiterin des Zweckverbandes Wasser­versorgung und Abwasser­entsorgung Obereichsfeld (WAZ) muss die EW Wasser GmbH für die Trinkwasser­versorgung rund 600 Kilometer Leitungen, 65 Hoch­behälter sowie 39 Pump­stationen ständig im Blick behalten. Für den Bereich der Abwasser­entsorgung kommen ein Kanal­netz mit über 900 Kilometern Länge, 27 Klär­anlagen sowie 33 Pumpwerke hinzu.

Um diese komplexe wasser­wirtschaft­liche Infra­struktur entsprechend abbilden zu können, ist das geogra­fische Informations­system „GIS“ die perfekte Lösung. In dem digitalen System sind sämtliche Anlagen und Leitungen genauestens dokumentiert und auf aktuellem Stand erfasst. Das GIS dokumentiert aber nicht nur die gesamte Infra­struktur auf digitalen Karten, sondern verknüpft sie gleich­zeitig auch mit umfang­reichen technischen und kaufmännischen Daten.

Das Team des Fachbereichs GIS: Andreas Eib, Fachbereichsleiter Andreas Kleinert, Stefan Wenisch und Maria Bahn (v.l.n.r.).

Das Team des Fachbereichs GIS: Andreas Eib, Fachbereichsleiter Andreas Kleinert, Stefan Wenisch und Maria Bahn (v.l.n.r.)

Ein System für Betrieb und Planung

„Als wir Ende der neunziger Jahre damit begonnen haben, den Leitungs­bestand auf Papier syste­matisch zu digitali­sieren, war das für die Eichsfeldwerke Neuland“, erinnert sich Fachbereichs­leiter Andreas Kleinert, der die Einführung des Systems initiiert und über die Jahre maß­geblich voran­getrieben hat. „Heute profi­tieren wir bei der Planung von Bau­projekten täglich davon, dass wir diese Daten­basis bei den Eichsfeldwerken so konsequent aufgebaut haben.“

Durch die akribische Daten­pflege kann das GIS und das zugehörige Sach­gebiet bei zahl­reichen Aufgaben der EW Wasser und darüber hinaus mit großer Kompetenz unterstützen. Zum einen sichert es den täglichen Netzbetrieb, bei dem Mitarbeiter jederzeit nach­vollziehen können, wann einzelne Abschnitte entstanden sind und wo genau Leitungen und Kanäle verlaufen. Zum anderen dient das System als wichtige Basis für Investitions­entscheidungen und bei der Planung neuer Bauprojekte.

Ein besonderer Vorteil liegt dabei in der Verknüpfung der grafischen Darstellung mit einer umfang­reichen Daten­bank im Hintergrund. Hinter jeder Leitung stehen zusätzliche Informationen – etwa zum Baujahr, zum verwendeten Material oder zu den ausführenden Firmen. Diese Daten lassen sich gezielt auswerten und liefern damit wichtige Hinweise für die lang­fristige Netz­planung – auch bei externen Anfragen. Planungs­büros, Bauunternehmen, Kommunen und auch Privatleute erhalten kostenfrei Leitungs­auskünfte, wenn etwa Bauvorhaben geplant werden. Rund 500 solcher Anfragen bearbeiten die Mitarbeitenden des Sachgebiets jährlich.

„Bei der Planung von Bauvorhaben profitieren wir heute täglich davon, dass das GIS als zentrale Datenbasis konsequent aufgebaut wurde.“

 

ANDREAS KLEINERT

Fachbereichsleiter GIS/Investitionen, EW Wasser

Betreuung durch spezialisiertes Team

Betreut und gepflegt wird das GIS-System durch ein Dreier­team aus den Vermessungs­technikern Maria Bahn, Andreas Eib und Stefan Wenisch. Ihre Aufgabe besteht darin, das umfang­reiche Daten­material aktuell zu halten und gleichzeitig neue Projekte zu begleiten.

Im geografischen Informationssystem werden sämtliche Daten der wasserwirtschaftlichen Infratruktur dokumentiert. Sie sind verlässliche Grundlage für die Planung von neuen Bauprojekten.

Im geografischen Informationssystem (GIS) werden sämtliche Daten der wasserwirtschaftlichen Infratruktur dokumentiert. Sie sind verlässliche Grundlage für die Planung von neuen Bauprojekten.

Ein Teil der Arbeit beginnt bereits lange vor dem Start einer Bau­maßnahme. „Ich kümmere mich vor allem um das organisa­torische und recht­liche Umfeld von Bau­projekten“, erklärt Andreas Eib. „Dazu gehört zum Beispiel, Leitungs­rechte einzuholen, Entschädigungen zu regeln oder mit Grund­stücks­eigentümern über geplante Trassen zu sprechen.“

Während Eib häufig im Vorfeld von Maßnahmen tätig ist, beginnt für Bahn und Wenisch ein großer Teil der Arbeit erst während oder nach der Bauphase. Vermessungs­büros liefern nach Abschluss der Arbeiten detaillierte Daten zu den neu gebauten Leitungen und Anlagen. Diese müssen geprüft, plausibili­siert und anschließend in das GIS-System implemen­tiert werden. „Unsere Aufgabe ist es, den gesamten Leitungs­bestand voll­ständig und nach­vollziehbar zu dokumen­tieren“, führt Maria Bahn aus. „Nur wenn die Daten aktuell sind, können sie auch als verläss­liche Grund­lage für Leitungs­auskünfte und neue Planungen heran­gezogen werden.“

Maria Bahn sorgt für eine akribische Dokumentation des Datenbestands im geografischen Informationssystem (GIS).

Maria Bahn sorgt für eine akribische Dokumentation des Datenbestands im geografischen Informationssystem (GIS).

Für die Erhebung hochgenauer Koordinaten ist bei Vermessungsarbeiten der Einsatz eines GPS-Systems unerlässlich.

Für die Erhebung hochgenauer Koordinaten ist bei Vermessungsarbeiten der Einsatz eines GPS-Systems unerlässlich.

Wenn es um die Planung neuer Kanäle und Trinkwasserleitungen geht, zählt auch die genaue Vermessung zu den Aufgaben von Stefan Wenisch und Andreas Eib (v.l.).

Wenn es um die Planung neuer Kanäle und Trinkwasserleitungen geht, zählt auch die genaue Vermessung zu den Aufgaben von Stefan Wenisch und Andreas Eib (v.l.).

Maria Bahn sorgt für eine akribische Dokumentation des Datenbestands im geografischen Informationssystem (GIS).
Für die Erhebung hochgenauer Koordinaten ist bei Vermessungsarbeiten der Einsatz eines GPS-Systems unerlässlich.
Wenn es um die Planung neuer Kanäle und Trinkwasserleitungen geht, zählt auch die genaue Vermessung zu den Aufgaben von Stefan Wenisch und Andreas Eib (v.l.).

Datenpflege als Daueraufgabe

Die Pflege des Systems ist eine kontinuier­liche Aufgabe. Neben großen Investitions­projekten fallen jedes Jahr zahl­reiche kleinere Maßnahmen an – etwa neue Haus­anschlüsse, Repara­turen oder Rohr­brüche. Alle diese Veränderungen müssen detailliert erfasst werden. Dabei wird das GIS auch von den Fach­bereichen genutzt, die im Netz­betrieb tätig sind. Über eine App können Mitarbeiter vor Ort auf relevante Daten zugreifen. Wenn sich Leitungs­details geändert haben, geben sie Rück­meldung. „Das ist wichtig, denn wir tragen hier die volle Verantwortung für eine sorgsame Dokumentation“, betont Stefan Wenisch.

Praxisbeispiel Kläranlage Wendehausen

Wie eng Planung, Bau und Daten­manage­ment miteinander verbunden sind, zeigt auch das Projekt Klär­anlage Wendehausen. Mit dem Baustart im März 2026 entsteht dort die vorerst letzte größere Klär­anlage im Verbands­gebiet des WAZ Obereichsfeld. Da die EW Wasser auch die örtliche Zulauf­leitung baut, war im Vorfeld neben der üblichen Abstimmung mit den Vermessungs­büros auch eine sogenannte große Grenz­anzeige erforderlich, worunter das Sichtbar­machen von Grenz­punkten vor Ort zu verstehen ist.

Während der Bau­phase werden von dem GIS-Team sämtliche anfallenden Vermessungen betreut. Und nach Abschluss der Arbeiten müssen die erfassten Daten auch im Hinblick auf davon abhängige staatliche Förderungen sorgfältig geprüft werden, bevor sie in das GIS einfließen.

Das geografische Informations­system der EW Wasser ist damit weit mehr als eine digitale Karte: Es ist eine Art infra­struktu­relles Langzeit­gedächtnis. Unverzichtbar für die sichere Wasserver- und Abwasser­entsorgung in der Region.

INVESTITIONEN

Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz

ENERGIE-ERZEUGUNG

Erzeugung von Strom und Wärme

ZU DEN MAGAZINBEREICHEN

Nachhaltigkeit

Daseinsvorsorge und Nach­haltig­keit sind untrennbar mitein­ander verbunden.

Umwelt­schutz

Beim Erhalt unserer Welt für die nächste Genera­tion kommt es auf jede Einzel­maßnahme an.

Lebens­qualität

Die Lebens­qualität in der Region zu stei­gern, ist uns ein beson­deres Anliegen.

Verant­wortung

Unsere Verant­wortung zeigt sich in ent­schlos­senem Han­deln, das letzt­lich allen zugute kommt.