Knowhow
Unsere Verlässlichkeit basiert auf dem langfristig erworbenen Knowhow aus 35 Jahren Unternehmensgeschichte. Beste Aussichten, um Zukunft aktiv zu gestalten - sei es durch den Bau eines innovativen Ladeparks, die Errichtung eines speziellen Hochbehälters oder die vorausschauende Nutzung digitaler Informationssysteme.
E-MOBILITÄT
WASSERVERSORGUNG
GEOGRAFISCHES INFORMATIONSSYSTEM
INVESTITIONEN
ENERGIE-ERZEUGUNG
E-MOBILITÄT
Moderner EW-Ladepark bietet weit mehr als Strom
Innovativ, leistungsstark und durchdacht bis ins Detail: Seit Anfang April 2026 ist der neue Ladepark der Eichsfeldwerke im Heiligenstädter Gewerbegebiet offiziell in Betrieb. Unmittelbar an der Autobahn A 38 und zugleich unweit der Anschlussstelle zur Autobahn A 7 gelegen, schließt der rund 2.300 Quadratmeter große Ladepark nicht nur eine bisherige Lücke im Versorgungsnetz, sondern steht vor allem für einen Anspruch: Die Eichsfeldwerke, die rund 2,2 Millionen Euro in dieses Projekt investiert haben, wollen die Entwicklung der E-Mobilität auch für den Fern- und LKW-Verkehr aktiv mitgestalten und weiter vorantreiben.
Mit seiner Lage nur wenige hundert Meter von der A 38 entfernt, ist die moderne Lade- und Raststation nicht nur für Pendler und Fernreisende mit E-Auto ideal, sondern gleichermaßen für die zunehmende Zahl elektrisch angetriebener LKWs, sogenannter E-Trucks. „Wir stehen zur E-Mobilität in all ihren Facetten. Deshalb haben wir bereits bei der Planung unseres neuen Ladeparks ganz gezielt auch die Bedürfnisse des Schwerlastverkehrs berücksichtigt“, erläutert Markus Klaus, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke-Tochter EW Energie. „Denn die Nachfrage ist da. Das konnten wir bereits an anderen Ladesäulen von uns feststellen.“
Im Austausch mit einer auf E-Trucks spezialisierten Spedition entstand ein Konzept, das auf die speziellen Bedürfnisse dieser Fahrzeuge zugeschnitten ist: Ein- und Ausfahrt sind so gestaltet, dass die Lastzüge direkt an den Ladepunkt fahren können – ohne zeitaufwendiges Abkoppeln des Aufliegers. Das spart den Fahrern nicht nur viel Aufwand, sondern auch Zeit, die zum Beispiel zum Pausieren und Einhalten der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeiten genutzt werden kann.
Viel mehr als eine Lademöglichkeit
Dass der Ladepark sich nicht nur in diesem Punkt von vielen anderen unterscheidet, merkt man schon beim ersten Halt. Die Besucher erwartet kein typischer Gewerbegebiet-Charme, sondern ein gut durchdachtes, nutzerfreundliches und selbstverständlich barrierefreies Gesamtkonzept.
Vier Ladesäulen bilden den Kern des Ladeparks. Sie verfügen jeweils über eine Leistung von 400 kW und besitzen je zwei DC-Schnellladepunkte. Zwei der Ladesäulen sind speziell auf die Bedürfnisse von E-Trucks ausgelegt, können aber auch von Elektroautos genutzt werden. Geladen wird ausschließlich mit Ökostrom. Eine Carport-Überdachung als Schutz vor Regen und Sonne bietet gewohntes Tankstellen-Feeling. Zur energetischen und nachhaltigen Versorgung des Ladeparks trägt auch eine Photovoltaikanlage bei. Installiert auf der Dachfläche, ermöglicht sie eine Leistung von bis zu 60 Kilowatt.
Modernes Erscheinungsbild
Dazu passt auch das weitere Ambiente: Snack- und Getränkeautomaten stehen bereit für den kleinen Hunger, Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Ein kleiner Spielplatz bietet auch Kindern während der Ladezeit Abwechslung und ein digitaler Großbildschirm informiert Reisende über aktuelle Nachrichten und Neuigkeiten aus der Region. Begrünungen und ein bepflanzter Wall runden das angenehme Erscheinungsbild des neuen Ladeparks ab. „Wir wollten keinen kalten Technikort schaffen, sondern möchten ein echtes Ladeerlebnis bieten“, berichtet Geschäftsführer Klaus. „Auch wer nur eine halbe Stunde bleibt, soll sich hier auf dem Areal wohlfühlen.“ Dafür sorgen auch aufwendige Extras wie z.B. eine vollautomatische Toilette, die sich selbst reinigt und somit einen hohen Hygienestandard gewährleistet. Für Sicherheit sorgen eine Videoüberwachung und eine 24/7-Rufbereitschaft, falls es einmal zu technischen Problemen kommen sollte.
Darüber hinaus dachte man während der Planung auch schon an morgen: Der Park wurde so konzipiert, dass er sich auch im laufenden Betrieb erweitern lässt. Leerrohre, Trafostandorte, Platzreserven: Alles ist bereits vorbereitet, um den Ladepark im Bedarfsfall schnell vergrößern zu können.
Engagement geht weiter
Der neue Ladepark ist ein Statement und ergänzt das umfassende Engagement der Eichsfeldwerke für die Elektromobilität. Mit aktuell 65 in Betrieb befindlichen Ladesäulen – darunter bereits 20 DC-Schnelllader – zählt das Unternehmen zu den Spitzenreitern unter den Energieversorgern in Thüringen. Ob in Stadtgebieten, an touristischen Hotspots oder in Wohnquartieren: Die EW Energie sorgt mit ihren Lösungen dafür, dass sich die E-Mobilität im Eichsfeld etabliert und alltagstauglich wird.
Dass sich das Unternehmen auch von schwierigen Rahmenbedingungen wie dem zwischenzeitlichen Auslaufen der E-Auto-Förderung nicht von seinem Kurs abbringen ließ, ist für Klaus ein Ausdruck von Haltung: „Wir sind überzeugt, dass sich Elektromobilität durchsetzen wird. Deshalb bauen wir weiter – fokussiert, verlässlich und zukunftsorientiert.“
ZAHLEN ZUM LADEINFRASTRUKTUR-AUSBAU
65
Ladesäulen
hat die EW-Unternehmensgruppe bislang regional installiert
2,2
Millionen Euro
haben die Eichsfeldwerke in den Ladepark investiert
19
Elektrofahrzeuge
pro 1000 Einwohner sind laut dpa aktuell im Eichsfeld registriert
WASSERVERSORGUNG
Moderne Ingenieurlösung für die Trinkwasserversorgung
Sauberes Trinkwasser rund um die Uhr – für die Menschen im Eichsfeld eine Selbstverständlichkeit. Doch damit Wasser jederzeit mit dem richtigen Druck aus der Leitung kommt, braucht es eine leistungsfähige und gut durchdachte Infrastruktur. Entscheidend dafür sind Hochbehälter, die große Wassermengen speichern und für stabile Druckverhältnisse sorgen. Anlagen, die in die Jahre gekommen sind, modernisiert die EW Wasser daher kontinuierlich oder erneuert sie im Bedarfsfall. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Ersatzneubau des Hochbehälters in Bornhagen.
Die Anlage in exponierter Lage oberhalb des kleinen Eichsfeldortes versorgt als Teil der Gruppenwasserversorgung Hanstein die Ortschaften Bornhagen, Rimbach und Rothenbach und damit 270 Einwohner mit Trinkwasser. Der bisherige Hochbehälter stammte aus dem Jahr 1963 und fasste 200 Kubikmeter Wasser, von denen aber nur 34 täglich gebraucht wurden. Eine Sanierung des über 50 Jahre alten DDR-Typenbaus hätte sich wirtschaftlich nicht mehr gelohnt. Stattdessen entschied sich die EW Wasser als Betriebsführerin des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld (WAZ) für einen modernen Ersatzneubau.
„Mit dem Neubau haben wir zugleich die Resilienz der Wasserversorgung in diesem Gebiet erhöht, da jetzt auch eine Einbindung des Hochbehälters Rimbach möglich ist“, erklärt Marcus Heinemann, Fachbereichsleiter Trinkwasser und Abwasser bei der EW Wasser. Aber nicht nur in diesem Punkt kann der neue Hochbehälter, der seit Ende 2025 im Betrieb ist, seine Vorteile ausspielen.
Erster seiner Art
Weitere Besonderheiten sind sein Material und seine Bauweise. Denn als erster Hochbehälter im Verbandsgebiet des WAZ besteht dieser nicht aus Stahlbeton, sondern aus hochdichtem Polyethylen (PE-HD). Anstelle eines zylinderförmigen Wassertanks verfügt er über zwei 12,5 Meter lange, liegende Wasserkammern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 75 Kubikmetern. Eine vorgeschaltete Schieberkammer nimmt die gesamte Anlagentechnik auf – von den Armaturen über die Mess- und Steuertechnik bis hin zur Druckregelung. Diese gabelförmige Bauweise hat entscheidende Vorteile: Eine der beiden Wasserkammern kann bei Wartungs- oder Reinigungsarbeiten außer Betrieb genommen werden, während die zweite weiterhin die Versorgung sicherstellt. Zudem konnte der neue Hochbehälter unauffällig in die Landschaft integriert werden. Mit der Burg Hanstein befindet sich in unmittelbarer Nähe eine touristisch stark frequentierte Sehenswürdigkeit in wunderschöner Landschaft. Im Gegensatz zum Vorgänger verschwindet der neue Hochbehälter vollständig im Erdreich, während beim alten Bau das Technikgebäude deutlich sichtbar aus dem Hügel herausragte. Beim Neubau befindet sich nun auch die gesamte Technik unter der Erde. Sichtbar bleibt lediglich ein kleiner seitlicher Zugang, der unter Fachleuten als „Hobbit-Eingang“ bezeichnet wird.
Nachhaltiges PE-HD statt Stahlbeton
Das verwendete PE-HD-Material ist im Trinkwasserbereich seit Jahrzehnten bewährt. Es ist lebensmittelecht, sehr langlebig und vollständig recycelbar. Anstelle von rund 330 Tonnen Stahlbeton bei klassischer Hochbehälter-Bauweise kamen nur circa 35 Tonnen PE-HD zum Einsatz, was den CO2-Fußabdruck deutlich verringerte und die Kosten reduzierte. „Jeder Standort stellt andere Anforderungen“, betont Ingenieur Heinemann. „Deshalb überlegen wir bei jedem Projekt neu, welche Bauweise am besten zum Gelände, zur vorgesehenen Größe des Behälters und zur Umgebung passt. In Bornhagen war der Einsatz von PE-HD-Modulen genau die richtige Entscheidung.“ Denn mit dieser Lösung ließ sich auch die Bauzeit deutlich verkürzen. Während an Betonbehältern oft anderthalb bis zwei Jahren gearbeitet wird, konnte der Hochbehälter in Bornhagen seit der Baustelleneinrichtung im September 2025 innerhalb weniger Monate vollendet werden. Ein ganz besonderer Moment war die Anlieferung der Module im November 2025.
Millimeterarbeit gefragt
Die beeindruckende Größe der vorgefertigten Behältermodule stellte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Die vier Module wurden an einem einzigen Tag mit Schwerlasttransportern vom Sitz der Herstellerfirma Frank im hessischen Mörfelden-Walldorf nach Bornhagen gebracht. Dort angekommen, mussten die Fahrzeuge durch enge Ortsstraßen bewegt und anschließend eine steile Kopfsteinpflasterstraße zur Baustelle hinaufgefahren werden.
Polizei, Feuerwehr und zahlreiche Helfer sicherten die Strecke. Zentimeter für Zentimeter wurden die Transportfahrzeuge durch Bornhagen manövriert, bevor die Module schließlich auf der Baustelle mit einem Kran millimetergenau platziert und anschließend miteinander verschweißt werden konnten. Eine logistische Meisterleistung, die monatelang bis ins kleinste Detail vorbereitet worden war.
Teil eines großen Versorgungsnetzes
Der Ersatzneubau steht exemplarisch für die kontinuierliche Arbeit der EW Wasser an der Trinkwasserinfrastruktur im Verbandsgebiet des WAZ Obereichsfeld. Insgesamt betreut das Unternehmen 65 Hochbehälter, von denen es im Verlauf der vergangenen Jahre rund 20 neu erbaut hat. Und die nächsten Projekte sind bereits in Vorbereitung: Während sich die Experten der EW Wasser in Reinholterode für eine Sanierung des bestehenden Hochbehälters entschieden haben, ist in Wilbich ein weiterer Ersatzneubau des Hochbehälters zur Versorgung von rund 300 Personen in Planung. „Auch dort stehen die Zeichen wieder auf Polyethylen als Material“, blickt Heinemann voraus. „Aber wir sind noch in der Prüfung, denn unser Ziel ist immer, die technisch, wirtschaftlich und standortmäßig sinnvollste Lösung zu finden.“
Der neue Hochbehälter kommt!
Eindrucksvolle Impressionen vom Anliefertag des Hochbehälters Bornhagen Ende November 2025 vermittelt ein kurzes Video:
ZAHLEN ZUM HOCHBEHÄLTER BORNHAGEN
35
Tonnen
Gesamtgewicht
150
Kubikmeter
Wasser fassen die beiden Wasserkammern
270
Einwohner
werden durch den Hochbehälter mit Wasser versorgt
GEOGRAFISCHES INFORMATIONSSYSTEM
Ein digitales Fundament für die wasserwirtschaftliche Infrastruktur
Eine sichere Trinkwasserversorgung und eine funktionierende Abwasserentsorgung gehören zweifelsfrei zu den wesentlichen Grundlagen einer modernen Infrastruktur. Hinter den Kulissen bedeuten Sicherheit, Erhalt und Ausbau der Netze jedoch eine enorme organisatorische und planerische Herausforderung. Die EW Wasser setzt dafür seit vielen Jahren auf ein geografisches Informationssystem, kurz GIS, das von einem engagierten Team in einem eigenen Sachgebiet betreut wird.
Als Tochterunternehmen der Eichsfeldwerke und Betriebsleiterin des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld (WAZ) muss die EW Wasser GmbH für die Trinkwasserversorgung rund 600 Kilometer Leitungen, 65 Hochbehälter sowie 39 Pumpstationen ständig im Blick behalten. Für den Bereich der Abwasserentsorgung kommen ein Kanalnetz mit über 900 Kilometern Länge, 27 Kläranlagen sowie 33 Pumpwerke hinzu.
Um diese komplexe wasserwirtschaftliche Infrastruktur entsprechend abbilden zu können, ist das geografische Informationssystem „GIS“ die perfekte Lösung. In dem digitalen System sind sämtliche Anlagen und Leitungen genauestens dokumentiert und auf aktuellem Stand erfasst. Das GIS dokumentiert aber nicht nur die gesamte Infrastruktur auf digitalen Karten, sondern verknüpft sie gleichzeitig auch mit umfangreichen technischen und kaufmännischen Daten.
Das Team des Fachbereichs GIS: Andreas Eib, Fachbereichsleiter Andreas Kleinert, Stefan Wenisch und Maria Bahn (v.l.n.r.)
Ein System für Betrieb und Planung
„Als wir Ende der neunziger Jahre damit begonnen haben, den Leitungsbestand auf Papier systematisch zu digitalisieren, war das für die Eichsfeldwerke Neuland“, erinnert sich Fachbereichsleiter Andreas Kleinert, der die Einführung des Systems initiiert und über die Jahre maßgeblich vorangetrieben hat. „Heute profitieren wir bei der Planung von Bauprojekten täglich davon, dass wir diese Datenbasis bei den Eichsfeldwerken so konsequent aufgebaut haben.“
Durch die akribische Datenpflege kann das GIS und das zugehörige Sachgebiet bei zahlreichen Aufgaben der EW Wasser und darüber hinaus mit großer Kompetenz unterstützen. Zum einen sichert es den täglichen Netzbetrieb, bei dem Mitarbeiter jederzeit nachvollziehen können, wann einzelne Abschnitte entstanden sind und wo genau Leitungen und Kanäle verlaufen. Zum anderen dient das System als wichtige Basis für Investitionsentscheidungen und bei der Planung neuer Bauprojekte.
Ein besonderer Vorteil liegt dabei in der Verknüpfung der grafischen Darstellung mit einer umfangreichen Datenbank im Hintergrund. Hinter jeder Leitung stehen zusätzliche Informationen – etwa zum Baujahr, zum verwendeten Material oder zu den ausführenden Firmen. Diese Daten lassen sich gezielt auswerten und liefern damit wichtige Hinweise für die langfristige Netzplanung – auch bei externen Anfragen. Planungsbüros, Bauunternehmen, Kommunen und auch Privatleute erhalten kostenfrei Leitungsauskünfte, wenn etwa Bauvorhaben geplant werden. Rund 500 solcher Anfragen bearbeiten die Mitarbeitenden des Sachgebiets jährlich.
„Bei der Planung von Bauvorhaben profitieren wir heute täglich davon, dass das GIS als zentrale Datenbasis konsequent aufgebaut wurde.“
ANDREAS KLEINERT
Fachbereichsleiter GIS/Investitionen, EW Wasser
Betreuung durch spezialisiertes Team
Betreut und gepflegt wird das GIS-System durch ein Dreierteam aus den Vermessungstechnikern Maria Bahn, Andreas Eib und Stefan Wenisch. Ihre Aufgabe besteht darin, das umfangreiche Datenmaterial aktuell zu halten und gleichzeitig neue Projekte zu begleiten.
Im geografischen Informationssystem (GIS) werden sämtliche Daten der wasserwirtschaftlichen Infratruktur dokumentiert. Sie sind verlässliche Grundlage für die Planung von neuen Bauprojekten.
Ein Teil der Arbeit beginnt bereits lange vor dem Start einer Baumaßnahme. „Ich kümmere mich vor allem um das organisatorische und rechtliche Umfeld von Bauprojekten“, erklärt Andreas Eib. „Dazu gehört zum Beispiel, Leitungsrechte einzuholen, Entschädigungen zu regeln oder mit Grundstückseigentümern über geplante Trassen zu sprechen.“
Während Eib häufig im Vorfeld von Maßnahmen tätig ist, beginnt für Bahn und Wenisch ein großer Teil der Arbeit erst während oder nach der Bauphase. Vermessungsbüros liefern nach Abschluss der Arbeiten detaillierte Daten zu den neu gebauten Leitungen und Anlagen. Diese müssen geprüft, plausibilisiert und anschließend in das GIS-System implementiert werden. „Unsere Aufgabe ist es, den gesamten Leitungsbestand vollständig und nachvollziehbar zu dokumentieren“, führt Maria Bahn aus. „Nur wenn die Daten aktuell sind, können sie auch als verlässliche Grundlage für Leitungsauskünfte und neue Planungen herangezogen werden.“
Datenpflege als Daueraufgabe
Die Pflege des Systems ist eine kontinuierliche Aufgabe. Neben großen Investitionsprojekten fallen jedes Jahr zahlreiche kleinere Maßnahmen an – etwa neue Hausanschlüsse, Reparaturen oder Rohrbrüche. Alle diese Veränderungen müssen detailliert erfasst werden. Dabei wird das GIS auch von den Fachbereichen genutzt, die im Netzbetrieb tätig sind. Über eine App können Mitarbeiter vor Ort auf relevante Daten zugreifen. Wenn sich Leitungsdetails geändert haben, geben sie Rückmeldung. „Das ist wichtig, denn wir tragen hier die volle Verantwortung für eine sorgsame Dokumentation“, betont Stefan Wenisch.
Praxisbeispiel Kläranlage Wendehausen
Wie eng Planung, Bau und Datenmanagement miteinander verbunden sind, zeigt auch das Projekt Kläranlage Wendehausen. Mit dem Baustart im März 2026 entsteht dort die vorerst letzte größere Kläranlage im Verbandsgebiet des WAZ Obereichsfeld. Da die EW Wasser auch die örtliche Zulaufleitung baut, war im Vorfeld neben der üblichen Abstimmung mit den Vermessungsbüros auch eine sogenannte große Grenzanzeige erforderlich, worunter das Sichtbarmachen von Grenzpunkten vor Ort zu verstehen ist.
Während der Bauphase werden von dem GIS-Team sämtliche anfallenden Vermessungen betreut. Und nach Abschluss der Arbeiten müssen die erfassten Daten auch im Hinblick auf davon abhängige staatliche Förderungen sorgfältig geprüft werden, bevor sie in das GIS einfließen.
Das geografische Informationssystem der EW Wasser ist damit weit mehr als eine digitale Karte: Es ist eine Art infrastrukturelles Langzeitgedächtnis. Unverzichtbar für die sichere Wasserver- und Abwasserentsorgung in der Region.
INVESTITIONEN
Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz
ZU DEN MAGAZINBEREICHEN
Nachhaltigkeit
Daseinsvorsorge und Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden.
Umweltschutz
Beim Erhalt unserer Welt für die nächste Generation kommt es auf jede Einzelmaßnahme an.
Lebensqualität
Die Lebensqualität in der Region zu steigern, ist uns ein besonderes Anliegen.
Verantwortung
Unsere Verantwortung zeigt sich in entschlossenem Handeln, das letztlich allen zugute kommt.