Verantwortung

Verantwortung tragen heißt, eine Region so zu gestalten und auszustatten, dass sie Zukunft hat. Wir erfüllen diesen Auftrag jedes Jahr aufs Neue: als attraktiver Arbeitgeber speziell auch für junge Menschen, als verlässlicher Trinkwasser-Bewahrer oder als umsichtiger Servicepartner für die Kommunen aus der Region. 

Karriere bei den Eichsfeldwerken: Lukas Döchert und Arvid Gastrock Mey übernehmen als Kraftverkehrsmeister bei der EW Bus in jungen Jahren schon viel Verantwortung.
TALENTE
Bei der Trinkwasseranalytik müssen sowohl Krankheitserreger wie Bakterien sicher erkannt als auch die Einhaltung von Grenzwerten chemischer Stoffe überprüft werden.
TRINKWASSER­SCHUTZ
Unterstützung: Die EW Eichsfeldgas, hier zu sehen sind Dirk Nehrkorn und Erik Winter in Heilbad Heiligenstadt, teilen ihr Wissen über Energieplanung für die Zukunft.
KOMMUNALE WÄRMEPLANUNG
Mitarbeiterförderung

Zwei Talente auf Erfolgskurs

Wie schafft man es, junge Arbeit­nehmer nicht nur zu gewinnen, sondern auch lang­fristig zu binden? Die Antwort liegt in einer Unternehmens­kultur, die fördert, auf Vertrauen baut und interessante Perspek­tiven bietet. Wie diese aussehen können, zeigen die Karrieren von Arvid Gastrock-Mey und Lukas Döchert bei der EW Bus.

Beide Mitarbeiter sind Mitte zwanzig, hoch motiviert und übernehmen bereits heute wichtige Aufgaben im Tages­geschäft. Damit zeigen sie eindrucks­voll, wie junge Menschen bei den Eichsfeldwerken früh Verantwortung über­tragen bekommen und ihr Potenzial entfalten können.

Karriere bei den Eichsfeldwerken: Lukas Döchert und Arvid Gastrock Mey übernehmen als Kraftverkehrsmeister bei der EW Bus in jungen Jahren schon viel Verantwortung.

Karriere bei den Eichsfeldwerken: Lukas Döchert und Arvid Gastrock-Mey übernehmen als Kraftverkehrsmeister bei der EW Bus in jungen Jahren schon viel Verantwortung.

Vom Wunschtraum zum Beruf: Arvid Gastrock-Mey

Für den gebürtigen Eichsfelder war der Weg zu seinem Traum­beruf von Kindes­beinen an klar. Schon als Schüler absolvierte er ein Praktikum bei der EW Bus. Der Busbetrieb faszinierte Gastrock-Mey – das gilt bis heute. Nach dem Abitur startete er 2019 seine Ausbildung zum Busfahrer, genauer gesagt zur Fachkraft im Fahrbetrieb. Die Lehre verkürzte er um ein halbes Jahr und schloss sie 2022 mit Auszeichnung ab. Die IHK honorierte seine hervorragende Leistung mit einer Besten­förderung.

Zu den Hauptaufgaben von Arvid Gastrock-Mey gehört die Koordination der Schülerbeförderung im Landkreis.

Zu den Hauptaufgaben von Arvid Gastrock-Mey gehört die Koordination der Schülerbeförderung im Landkreis.

2023 folgte in Vollzeit eine Weiter­bildung zum Kraftverkehrs­meister, die er Anfang 2024 erfolgreich abschloss. Seitdem ist der inzwischen 25-Jährige Einsatz­leiter und damit erster Ansprech­partner für die Schulen, wenn es um das Thema Schüler­beförderung im Landkreis geht. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die gesetzlich vorgeschriebene fortlaufende Fahrer­weiterbildung. Damit der Busfahrer seinen Führer­schein nicht verliert, werden regel­mäßig Modul­schulungen in sämtlichen Bereichen beispielsweise rund um die Themen Technik, Fahrten­schreiber, wirtschaft­liches Fahren, Deeskalation und Gesundheit durchgeführt. Daneben ist er Ausbilder für die Busfahrer-Azubis, betreut die beruflichen Quer­einsteiger bei der EW Bus und greift bei Sonder­verkehren oder Fahrer­ausfällen gerne selbst zum Steuer.

Die Aufgaben sind vielfältig und das macht für Gastrock-Mey genau den Reiz aus: „Es ist die Abwechslung, die mich motiviert. Jeder Tag bringt neue Heraus­forderungen – und ich kann sie aktiv und eigen­verantwortlich angehen.“ Dass die EW Bus ihm diesen Weg so früh ermöglicht hat, empfindet er nicht als selbst­verständlich: „Die Förderung hier ist schon außer­gewöhnlich. Ein weiterer Grund, dass ich mich dem Unter­nehmen eng verbunden fühle.“

„Es ist die Abwechslung, die mich motiviert. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen – und ich kann sie aktiv und eigenverantwortlich angehen.“
Arvid Gastrock-Mey
Kraftverkehrsmeister, EW Bus
Arvid Gastrock-Mey steht am Tresen der Mobilitätszentrale in Leinefelde. Foto: Tino Sieland

Durchstarten im Eichsfeld: Lukas Döchert

„Große Fahrzeuge interes­sieren mich schon immer“: Die Motivation von Lukas Döchert klingt ähnlich wie die von Arvid Gastrock-Mey, aber er hat einen etwas anderen Weg eingeschlagen. Der Thüringer, der aus der Nähe von Saalfeld stammt, schnupperte nach dem Abitur kurz in ein Lehramts­studium, ehe die Liebe zum Bus doch überwog und er seine Busfahrer-Ausbildung bei den Jenaer Stadtwerken absolvierte. Auch er verkürzte und schloss als Jahrgangs­bester ab. Berufs­schule und Meister­lehrgang führten ihn mit Arvid Gastrock-Mey zusammen – zunächst als Klassen­kameraden, später als Freunde. Dass sie einmal Kollegen bei der EW Bus werden würden, war damals noch nicht absehbar.

Im März 2024 ergab sich jedoch plötzlich eine Gelegenheit und Döchert wechselte zur EW Bus. Mit dem Einstieg in das neue Unter­nehmen öffneten sich ihm gleich mehrere Türen: Neben seiner Tätigkeit im Fahr­dienst und als Vertretung in der Einsatz­leitung ist er seit Januar 2025 in der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeits­sicherheit – eine zentrale Funktion inner­halb der gesamten Unternehmens­gruppe. Parallel dazu absolvierte er die Schulung zum Gefahr­gut­beauftragten und ist in dieser Rolle künftig auch für die EW Entsorgung zuständig.

Neben seinen Tätigkeiten in der Einsatzleitung absolviert Lukas Döchert derzeit eine Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit – eine zentrale Funktion innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe Eichsfeldwerke.

Neben seinen Tätigkeiten in der Einsatzleitung absolviert Lukas Döchert derzeit eine Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit – eine zentrale Funktion innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe Eichsfeldwerke.

In seiner beratenden Funktion als Arbeits­sicherheitsexperte nimmt Döchert künftig jedes neue Gerät oder Fahr­zeug unter die Lupe. Beispiels­weise werden bald neue E-Busse den Fuhrpark ergänzen, dafür müssen Betriebs­hof und Abstell­anlage entsprechend umgebaut und die nötige Lade­infra­struktur geschaffen werden. Jede Menge Aufgaben neben dem Bus­fahren, die Döchert aber sehr schätzt: „Ich kann hier all meine Fähig­keiten einbringen und erlebe täglich, dass meine Arbeit etwas bewirkt.“

„Ich kann hier all meine Fähigkeiten einbringen und erlebe täglich, dass meine Arbeit etwas bewirkt.“
Lukas Döchert
Kraftverkehrsmeister, EW Bus und Arbeitssicherheitsexperte
Lukas Döchert steht am Tresen der Mobilitätszentrale in Leinefelde. Foto: Tino Sieland

Viel Raum für die eigene Entwicklung

Die Erfolgs­geschichte der beiden zeigt: Die Eichsfeldwerke sind mehr als nur ein attrak­tiver Arbeitgeber in der Region. Sie sind ein Ort, an dem Menschen an sich und an ihren Aufgaben wachsen können. Eine starke Identi­fikation mit der Region gehört dabei schon fast selbstverständlich dazu. „Ich bin hier angekommen – beruflich wie privat“, betont Döchert. Und Gastrock-Mey ergänzt: „Ich bin mit der Region verwurzelt und mit der EW Bus quasi verheiratet – und das meine ich durchweg positiv.“

TRINKWASSER­SCHUTZ

Engmaschige Analytik stellt höchste Trinkwasserqualität sicher

Trinkwasser unterliegt in Deutschland strengen Qualitäts­kriterien und ist daher nicht umsonst das am meisten kontrollierte Lebens­mittel. Das gilt auch im großen Versorgungs­gebiet des Zweckverbands Wasser­versorgung und Abwasser­entsorgung Obereichsfeld (WAZ). Hier setzt die EW Wasser als Betriebs­führerin des Verbands nicht nur auf eine funktio­nierende Infra­struktur, sondern auch auf ein eng­maschiges Analyse­system zur Qualitäts­sicherung.

Das weit verzweigte Versorgungs­gebiet des WAZ erstreckt sich über fast 520 Quadrat­kilometer vom Landkreis Eichsfeld bis in Teile des Wartburg- und des Unstrut-Hainich-Kreises. Damit jederzeit frisches Wasser aus dem Hahn fließt, umfasst es neben der Einzel­wasser­versorgung von Ortschaften auch 14 sogenannte Gruppen­wasser­versorgungen, bei denen jeweils mehrere Gemeinden oder Ortschaften zusammen­geschlossen sind. Insgesamt 65 Gewinnungs­anlagen versorgen über ein Leitungs­netz von mehr als 600 Kilometern Länge rund 45.400 Menschen in der Region. Das stellt auch besondere Anforderungen an die Trink­wasser­analyse. Krankheits­erreger wie Bakterien müssen sicher erkannt und Grenz­werte chemischer Stoffe, wie etwa Nitrat/Nitrit, Pflanzen­schutz­mittel oder Blei, strikt eingehalten werden.

Bei der Trinkwasseranalytik müssen sowohl Krankheitserreger wie Bakterien sicher erkannt als auch die Einhaltung von Grenzwerten chemischer Stoffe überprüft werden.

Bei der Trinkwasseranalytik müssen sowohl Krankheitserreger wie Bakterien sicher erkannt werden. Zudem wird die Einhaltung von Grenzwerten chemischer Stoffe überprüft.

Multibarrierensystem als Basis

Die ständige Kontrolle des Trink­wassers ist eine sehr verantwortungs­volle Aufgabe, der sich die EW Wasser aber nicht allein stellen muss. Ein Multi­barrieren­system verteilt in Deutschland die Verantwortung auf mehrere Schultern: Durch Verordnungen legt der Staat Schutz­zonen fest und definiert darüber hinaus die gesetz­lichen Rahmen­bedingungen. Während der jeweilige Versorger die Aufgaben der Wasser­gewinnung und -verteilung sowie die technische Über­wachung und Analytik übernimmt, müssen die Haus­halte auf eine norm­gerechte Installation sowie deren sicheren Betrieb achten.

„Mit ihrem breiten Leistungs­spektrum stellt die EW Wasser sicher, dass täglich rund 5,6 Millionen Liter Trink­wasser für die Bevölkerung im Versorgungs­gebiet bereit­gestellt werden. Pro Person entspricht das einer Menge von fast 125 Litern *“, erklärt Projektingenieur Christian Senge.

* hierbei ist der gewerbliche Wasserbedarf berücksichtigt

„Mit ihrem breiten Leistungsspektrum stellt die EW Wasser sicher, dass täglich rund 5,6 Millionen Liter Trinkwasser für die Bevölkerung im Versorgungsgebiet bereitgestellt werden. Pro Person entspricht das einer Menge von fast 125 Litern.“
Christian Senge
Projektingenieur, EW Wasser
Portrait von Christian Senge, Projektingenieur bei der EW Wasser

Die Qualitäts­sicherung des Unter­nehmens für die jährliche Gesamt­förder­menge von 2,5 Millionen Kubikmetern Wasser folgt einem klaren System. Dieses beruht auf den Anforderungen der Trink­wasser­verordnung und sieht die Analyse von mindestens 65 Einzel­parametern vor. In jedem Gruppen­wasser­versorgungs­gebiet werden dafür - unabhängig von Stör­fällen oder Auffällig­keiten - jährlich mindestens vier Proben genommen. Hinzu kommen die Untersuchungen in den Einzel­wasser­versorgungen, die bei größeren Orten oder Städten wie Heiligenstadt sogar bis zu 40 Proben im Jahr ausmachen können. Jährlich ergeben sich somit rund 1.100 Trink­wasser­analysen mit insgesamt über 70.000 geprüften Einzel­parametern.

Zur Qualitätssicherung entnimmt Biochemikerin Martina Arend regelmäßig Wasserproben.

Zur Qualitätssicherung entnimmt Biochemikerin Martina Arend regelmäßig Wasserproben.

Auch die Kontrolle der Anlagentechnik ist für die sichere Bereitstellung des Trinkwassers wesentlich.

Auch die Kontrolle der Anlagentechnik ist für die sichere Bereitstellung des Trinkwassers wesentlich.

Zur Qualitätssicherung entnimmt Biochemikerin Martina Arend regelmäßig Wasserproben.
Auch die Kontrolle der Anlagentechnik ist für die sichere Bereitstellung des Trinkwassers wesentlich.

Neben den Analysen tragen jährlich rund 450 Rohr­netz­spülungen und kamera­basierte Unter­suchungen der Gewinnungs­anlagen zur Sicherung der Trink­wasser­qualität bei. „Bei der hohen Anzahl der Trink­wasser­analysen kooperieren wir eng mit akkreditierten Laboren und den Gesundheits­ämtern der jeweiligen Land­kreise, die in unserem Auftrag Beprobungen vornehmen“, erläutert Qualitätsingenieurin Martina Arend. „Jede Proben­entnahme folgt dabei klar definierten Standards. Zusätzlich führen wir auch Eigen­kontrollen durch – zum Beispiel, wenn ein Verdacht auf Nitrat­belastung besteht oder hohes Quell­wasser­aufkommen mit einer Trübung des Wassers einhergeht.“

„Jede Probenentnahme folgt definierten Standards.  Bei jeder Trinkwasserprobe werden mindestens 65 verschiedene Parameter geprüft.“
Martina Arend
Qualitätsingenieurin, EW Wasser
Portrait von Martina Arend, Qualitätsingenieurin bei der EW Wasser

Auch PFAS im Blick

Seit dem 12. Januar 2026 schreibt die Trink­wasser­verordnung neuer­dings auch verbind­liche Grenz­werte für sogenannte PFAS vor. Diese „Ewigkeits­chemikalien“ – genauer per- und polyfluorierte Alkyl­verbindungen – kommen in vielen Alltags­produkten wie Outdoor­jacken, Pfannen oder Elektronik vor. Wegen ihrer hohen chemischen Stabilität sind sie extrem langlebig – sie können sich im mensch­lichen Körper anreichern und giftig wirken.

„PFAS aus der Welt zu schaffen, ist Aufgabe der Industrie, da sie diese Stoffe in den Umlauf bringen. Wir müssen durch unsere Kontrollen sicher­stellen, dass PFAS nicht in unserem Trink­wasser vorkommen“, erklärt Senge. Schon seit 2022 lässt das Unter­nehmen deshalb das Wasser auf PFAS untersuchen – vorsorglich und schon bevor die neuen Grenzwerte in Kraft traten. „Die gute Nachricht: bisher waren alle Analysen immer ohne Befund“, so der Ingenieur.

Entnahme einer Rohwasserprobe an der Gewinnungsanlage Springmühle.

Entnahme einer Rohwasserprobe an der Gewinnungsanlage Springmühle.

Der mit der Trink­wasser­qualität verbundene hohe Analyse­aufwand der EW Wasser bleibt in der Öffent­lichkeit weitgehend unbemerkt und sauberes Trinkwasser wird oft als Selbst­verständlichkeit wahr­genommen. „Aber das ist es keinesfalls. Es geht um weit mehr als die Umsetzung von Standards. Dass Trink­wasser heute wie selbst­verständlich aus dem Hahn fließt, ist das Ergebnis von einer­seits kontinuier­lichen Prozess­optimierungen sowie andererseits gezielter, bedarfs­gerechter Investi­tionen unseres Unter­nehmens“, erläutert Senge.

Hinweis

Die wichtigsten aktuellen Daten zur Wasser­qualität für jeden Ort im Versorgungs­gebiet können ständig auf der Website der Eichsfeldwerke abgerufen werden.

ZAHLEN ZUM TRINK­­­­WASSER­SCHUTZ

65

Einzelparameter

werden bei jeder Trinkwasseranalyse mindestens überprüft

∅ 1.100

Trinkwasserproben

werden pro Jahr analysiert

2.500.000

Kubikmeter Trinkwasser

werden jährlich zur Versorgung von rund 45.400 Personen gefördert 

KOMMUNALE WÄRMEPLANUNG

Gemeinsam die Wärmewende gestalten

Keine bundes­weite Klima­neutralität ohne Wärme­wende vor Ort: Seit Anfang 2024 ist dafür das sogenannte Wärme­planungs­gesetz (WPG) in Kraft. Es verpflichtet alle Kommunen in Deutschland, bis spätestens Mitte 2028 einen kommu­nalen Wärme­plan zu erstellen. Im Eichsfeld müssen sich die Gemeinden dieser Aufgabe jedoch nicht allein stellen, denn mit ihrer Expertise unter­stützt die EW Energie die Planungs­verantwortlichen tatkräftig.

Ziel der kommu­nalen Wärmeplanung ist es, die Wärme­versorgung lokal strategisch auszurichten und damit einen zentralen Beitrag zur angestrebten Klima­neutralität Deutschlands bis 2045 zu leisten. Denn wie wir heizen, hängt unmittelbar von Entscheidungen in unserer Kommune ab. Wärme lässt sich anders als Strom nicht über weite Strecken transportieren und ist daher auch maßgeblich von den Gegeben­heiten vor Ort abhängig.

Auf einen Blick: Die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans ist umfänglich und erfolgt in sechs Phasen, bei denen die EW Eichsfeldgas unterstützt und gemeinsam mit den Kommunen sinnvolle Zukunftsstrategien entwickelt.

Auf einen Blick: Die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans ist umfänglich und erfolgt in sechs Phasen, bei denen die EW Energie unterstützt und gemeinsam mit den Kommunen sinnvolle Zukunftsstrategien entwickelt.

Bei der Situations­beurteilung und eventuellen Plänen berät die EW Energie deshalb insgesamt elf Verwaltungs­gemein­schaften und damit nahezu alle der rund 90 Gemeinden im Landkreis Eichsfeld. Ausgenommen sind lediglich Leinefelde-Worbis und Dingelstädt, die für die Planung eigene Strukturen aufgebaut haben. Unabhängig davon, dass das Gebäude­energiegesetz (GEG) voraus­sichtlich im Juli 2026 durch das neue Gebäude­modernisierungs­gesetz (GMG) abgelöst wird, bleibt die kommunale Wärme­planung eine zentrale strategische Grund­lage für die künftige Wärme­versorgung in den Gemeinden.

Begleitung des gesamten Prozesses

Als das Wärme­planungs­gesetz in Kraft trat, standen viele Gemeinden vor einer großen Heraus­forderung. Die kommunale Wärme­planung ist eine gesetz­liche Pflicht­aufgabe – fachlich anspruchsvoll, daten­intensiv und organisa­torisch komplex. Zudem muss ein eigener Planungs­verantwortlicher gestellt werden. „Die Gemeinden haben uns um Unter­stützung gebeten, da ihnen sowohl das spezi­fische Know-how als auch das Fach­personal fehlt“, erklärt Erik Winter, Geschäfts­führer der EW Energie.

Unterstützung: Die EW Eichsfeldgas, hier zu sehen sind Dirk Nehrkorn und Erik Winter in Heilbad Heiligenstadt, teilen ihr Wissen über Energieplanung für die Zukunft.

Unterstützung: Die EW Energie, hier zu sehen sind Dirk Nehrkorn und Erik Winter in Heilbad Heiligenstadt, teilt ihr Wissen über Energieplanung für die Zukunft.

Hier setzt die EW Energie an. Sie übernimmt zwar nicht die Rolle der planungs­verantwortlichen Stelle – diese verbleibt bei den Kommunen –, begleitet jedoch den gesamten Prozess: von der Vorbereitung über die Ausschreibung und Daten­beschaffung bis hin zur Bestands- und Potenzial­analyse sowie zur Entwicklung einer Umsetzungs­strategie. Auch die Einbindung der Öffent­lichkeit und der poli­tischen Gremien wird aktiv unterstützt. „Wir beraten, bereiten Aus­schreibungen vor, begleiten die Vergabe und den gesamten Daten­prozess“, so Winter. „Die Gemeinden haben mit uns einen festen Ansprech­partner, der sie Schritt für Schritt durch das Verfahren führt.“

„Die Gemeinden haben mit uns einen festen Ansprechpartner, der sie Schritt für Schritt durch das Verfahren führt.“
Erik Winter
Geschäftsführer EW Energie
Portrait von Erik Winter, Leiter Vertrieb bei der EW Eichsfeldgas

Saubere Analyse statt Aktionismus

Im Kern geht es bei der kommu­nalen Wärme­planung darum, den Ist-Zustand syste­matisch zu erfassen: Wie hoch sind die aktuellen Wärme­verbräuche? Welche Energie­träger werden eingesetzt? Wo bestehen Potenziale für Nah- oder Fern­wärme? Wo sind dezentrale Lösungen sinnvoll? „Kommunale Wärme­planung heißt zunächst einmal: Wir schauen uns die Versorgung einer Gemeinde ganz genau an und erfassen belast­bare Daten“, führt Winter weiter aus. „Auf dieser Grundlage können wir realis­tische und wirtschaft­liche Lösungen entwickeln.“

Gerade im ländlich geprägten Eichsfeld wird sich vieler­orts zeigen, dass dezentrale Lösungen weiterhin die entscheidende Rolle spielen werden. „In den meisten Orten wird es darauf hinaus­laufen, dass sich die Menschen wie bisher selbst um ihre Heizungs­anlage kümmern“, betont Winter. „Aber sie bekommen mit dem Wärme­plan eine wichtige Informations­grundlage, etwa darüber, ob in ihrem Quartier perspek­tivisch ein Wärme­netz entstehen kann.“

In Heilbad Heiligenstadt, wo bereits ein Fern­wärme­netz besteht, wurden durch die fertig­gestellte Wärme­planung beispiels­weise schon konkrete Prüf­gebiete für einen möglichen Ausbau des Netzes identifiziert. In Teistungen bietet sich die Wärme aus einem Stausee eventuell für ein kleines Nahwärmenetz an.

Information schafft Vertrauen

Ein zentrales Anliegen der EW Energie ist es, Transparenz zu schaffen. Bereits vor Beginn der eigent­lichen Planungs­phase hat das Unternehmen Informations­veranstaltungen für Bürger­meister und kommunale Vertreter organisiert. Inzwischen fanden zudem sieben Bürger­veranstaltungen statt – allein in Heilbad Heiligenstadt gab es fünf Veranstaltungen im direkten Zusammen­hang mit der Wärme­planung. „Uns war wichtig, früh­zeitig zu informieren und Unsicher­heiten abzubauen“, betont Winter. „Die Wärme­planung ist kein unmittel­barer Eingriff in den Heizungs­keller, sondern eine strategische Orientierungs­hilfe.“

Herausforderung: Die gesetzlich festgelegten Anforderungen an die Städte und Gemeinden der Region bezüglich der kommunalen Wärmeplanung sind eine Herausforderung. Informationsveranstaltungen wie diese hier in Siemerode werden von der EW Eichsfeldgas gemeinsam mit den Gemeinden organisiert.

Die gesetzlich festgelegten Anforderungen an die Städte und Gemeinden der Region bezüglich der kommunalen Wärmeplanung sind eine Herausforderung. Informationsveranstaltungen wie diese hier in Siemerode werden von der EW Energie gemeinsam mit den Gemeinden organisiert.

Am Ende geht es um eine ganz einfache Frage: Wie heize ich künftig zukunfts­sicher mein Zuhause? Dass nahezu alle Verwaltungs­gemein­schaften im Eichsfeld die Unter­stützung der EW Energie in Anspruch nehmen, ist für Winter auch ein deutliches Zeichen des Vertrauens. Die enge Zusammen­arbeit zeigt: Die regionale Kompetenz der Eichsfeldwerke und ihrer Tochter­gesellschaft EW Energie ist letztlich ein Gewinn für alle Seiten.

ZU DEN MAGAZINBEREICHEN

Nachhaltigkeit

Daseinsvorsorge und Nach­haltig­keit sind untrennbar mitein­ander verbunden.

Knowhow

Unser lang­jährig erwor­benes Wissen ermög­licht uns, bei Lösun­gen oft voran­zugehen.

Umwelt­schutz

Beim Erhalt unserer Welt für die nächste Genera­tion kommt es auf jede Einzel­maßnahme an.

Lebens­qualität

Die Lebens­qualität in der Region zu stei­gern, ist uns ein beson­deres Anliegen.