Lebensqualität
Es sind viele Dinge, die die Lebensqualität einer Region ausmachen. Oft kommen sie gar nicht so spektakulär daher, aber es ist wichtig, dass sie jemand vorantreibt. Dieser jemand sind wir. Indem wir beispielsweise Infrastruktur im großen Maßstab ausbauen, Baugebiete erschließen oder im Rahmen des LEADER-Programms die Förderung regionaler Projekte unterstützen.
AUSBAU INFRASTRUKTUR
BAUGEBIETE
LEADER-PROGRAMM UND REGIONALBUDGET
WANDERBUS
INFRASTRUKTUR
Modernisierung der Infrastruktur schreitet weiter voran
Im Eichsfeld entsteht Zukunft nicht nur in großen Sprüngen, sondern auch in vielen kleinen Etappen: Die Rede ist vom Kanalsystem in den Gemeinden der Region, dessen Um- und Ausbau die EW Wasser als Betriebsführerin des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld (WAZ) seit jeher kontinuierlich und verlässlich vorantreibt. Auch im Jahr 2025 ist auf diese Weise wieder Schritt für Schritt wichtige Infrastruktur realisiert worden – umsichtig geplant, nachhaltig umgesetzt und konsequent ausgerichtet an den Bedürfnissen vor Ort.
Bickenriede: Bauarbeiten gehen weiter
Wenn nach den Wintermonaten wieder die Baufahrzeuge rollen, zeigt sich, wie Infrastruktur Stück für Stück Kontur gewinnt. In Bickenriede sind die Arbeiten 2026 nach viermonatiger Pause fortgesetzt worden. Mit dem zweiten Bauabschnitt geht die Weiterentwicklung der örtlichen Kanalisation in die nächste Etappe. Auf dem Plan stehen ein rund 250 Meter langer Mischwasserkanal in der Hauptstraße, ein zweikanaliges Trennsystem in der Tränkgasse sowie ein etwa 60 Meter langer Schmutzwasserkanal im Bereich „Neue Pforte“. Umgesetzt wird die Maßnahme gemeinschaftlich vom WAZ Obereichsfeld, der Stadt Dingelstädt, dem TLBV, dem Wasserleitungsverband Ost-Obereichsfeld und den Thüringer Energienetzen (TEN).
Umfangreiche Kanalbauarbeiten in Bickenriede schreiten voran: Koordiniert werden sie von Ingenieurin Melissa Nolte von der EW Projekt, hier im Gespräch mit Tommy Schnitter, dem Polier der Firma Universalbau.
Gearbeitet wird in Bickenriede bereits seit Anfang 2025. Das Ziel: Der Ort soll eine zentrale Ortskanalisation erhalten und an die Kläranlage Schildbach angebunden werden. Im ersten Bauabschnitt wurde dafür unter anspruchsvollen Bedingungen ein zentraler Schmutzwasserkanal im Spülbohrverfahren verlegt und durch weitere Abschnitte in offener Bauweise ergänzt. So sollen Abwässer, die bislang überwiegend über Kleinkläranlagen entsorgt wurden, künftig vollständig erfasst und die Gewässer entlastet werden. Auch der Umgang mit Starkregen wurde mitgedacht. Ein rund 60 Meter langer Stauraumkanal ermöglicht eine regulierte Ableitung; Weitere Regen- und Mischwasserkanäle ergänzen das System. Der erste Bauabschnitt wurde Ende 2025 abgeschlossen. Insgesamt umfasst der WAZ Obereichsfeld-Anteil beider Bauabschnitte rund 2,5 Millionen Euro. Etwa 900.000 Euro davon stammen aus Fördermitteln des Freistaats Thüringen.
Arenshausen: Entwicklungsschub durch Modernisierung
Manchmal ist Fortschritt besonders erlebbar, wenn ein Bauabschnitt freigegeben wird und Menschen vor Ort zusammenkommen. So war es im Oktober 2025 in Arenshausen. Gefeiert wurde nicht nur das Ende einer weiteren Bauetappe, sondern auch ein sichtbarer Entwicklungsschritt für den Ort. In den vergangenen Jahren ist hier nach und nach eine moderne Infrastruktur für Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung entstanden. Bürgermeister Matthias Geyer brachte die Bedeutung dieses Moments auf den Punkt: „Für Arenshausen ist heute ein wirklich besonderer Tag – deshalb ist es mir wichtig, allen, die an der Planung und Umsetzung der Bautätigkeiten beteiligt waren, meinen herzlichen Dank auszusprechen.“
Kinder nach vorn: Bei der offiziellen Eröffnung des jüngsten Bauabschnitts in Arenshausen in der Thomas-Müntzer-Straße hielten Adrian Grieß, Verbandsvorsitzender des WAZ Obereichsfeld, und Arenshausens Bürgermeister Matthias Geyer das Band. Den symbolischen Schnitt übernahmen die Jungen und Mädchen aus der Ortschaft am 24. Oktober 2025.
Seit Februar 2024 wurden in der Gemeinde 780 Meter Schmutzwasserkanal, 300 Meter Regenwasserkanal und 520 Meter Trinkwasserleitung inklusive Anschlussleitungen neu verlegt. Gleichzeitig profitierten Straßen und Gehwege von einer Runderneuerung. So wird aus einer technischen Baumaßnahme ein Projekt, das im Alltag spürbar ist: durch den Anschluss an eine ressourcenschonende Infrastruktur, die die Versorgung nachhaltig sicherstellt. Der Gesamtwertumfang auf Seiten des WAZ Obereichsfeld liegt bei 1,7 Millionen Euro.
Lutter: Mit Infrastruktur verbinden und entlasten
Auch in Lutter zeigt sich, wie gezielte Investitionen die Lebensqualität spürbar verbessern können. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Kreisstraße K 231 im Oktober 2025 wurde ein bedeutender Schritt erreicht. Über einen Zeitraum von fast zweieinhalb Jahren wurde gebaut, modernisiert und bei einem Gesamtwertumfang von 3 Millionen Euro investiert – mit klarem Fokus auf Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit.
Eröffnung der Ortsdurchfahrt in Lutter: Zum Abschluss des ersten Bauabschnitts in Lutter im Oktober 2025 gaben (v. l.) EW-Geschäftsführer Ulrich Gabel, Ortsbürgermeister Christian Werner, Landrätin Dr. Marion Frant und Adrian Grieß, Verbandsvorsitzender des WAZ Obereichsfeld, die Ortsdurchfahrt offiziell frei. Das Band wurde von Rohrleitungen links und rechts gerahmt und veranschaulichte, was zu diesem Zeitpunkt bereits unter der Straße verlegt worden war.
Der Vorsitzende des WAZ Obereichsfeld, Adrian Grieß, fasste die Bedeutung der Maßnahme so zusammen: „Der Ausbau und die Modernisierung des örtlichen Trink- und Abwassernetzes stellt für Lutter einen weiteren, wichtigen Meilenstein dar, der den Bürgerinnen und Bürgern einen echten Zugewinn an Wohn- und Lebensqualität bietet.“
Ein 1,2 Kilometer langer Schmutzwasserkanal, ein mehr als 1,1 Kilometer langer Regenwasserkanal sowie rund 600 Meter neue Trinkwasserleitungen bilden das Rückgrat der neuen Infrastruktur. 81 Grundstücke konnten somit an die Kläranlage Leinetal angeschlossen werden und profitieren nun von einer deutlich verbesserten Entsorgungssituation. Gleichzeitig wurden Straßen und Gehwege umfassend erneuert und das Ortsbild sichtbar aufgewertet. Im Sommer 2026 folgt der zweite Bauabschnitt, der die Entwicklung konsequent fortführen wird.
Ershausen: Gemeinschaftsprojekt mit nachhaltiger Wirkung
Nach rund 23 Monaten Bauzeit wurde am 12. Dezember 2025 die Landesstraße 1007 zwischen Martinfeld und Ershausen wieder für den Verkehr freigegeben. Das Projekt mit einem Gesamtwertumfang von 10,54 Millionen Euro umfasste neben dem Straßenbau die umfassende Modernisierung der Abwasser- und Trinkwassersysteme sowie der Energieversorgung. In der Ortsdurchfahrt Martinfeld wurden 400 Meter Schmutz- und 350 Meter Regenwasserkanal sowie 330 Meter Trinkwasserleitung erneuert. Ergänzt wurde dies durch die Installation eines Verbindungssammlers und die Verlegung eines 3,33 Kilometer langen Steuerkabels. Der Anteil des WAZ Obereichsfeld knapp 3 Millionen Euro.
Ergänzend wurden wichtige Umwelt- und Amphibienschutzmaßnahmen umgesetzt. Vertreter aus Politik und Objektbeteiligung würdigten das Vorhaben als gelungenes Gemeinschaftsprojekt, das Funktionalität, Umweltaspekte und regionale Entwicklung sinnvoll miteinander verbindet.
Eröffnung der L1007 in Martinfeld: Nach 23-monatiger Bauzeit wurde die wichtige Verkehrsverbindung des Südeichsfeldes in Richtung Hessen im Dezember 2025 feierlich freigegeben. Beim Banddurchschnitt zu sehen sind unter anderem Tobias Knoblich, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur, Schimbergs Bürgermeisterin Doreen Mathias-Fromm, EW-Geschäftsführer Ulrich Gabel, Landtagspräsident Thadäus König und Landrätin Dr. Marion Frant.
Kontinuität als Leitmotiv
Ob in Bickenriede, Arenshausen, Lutter, Ershausen oder an einer der anderen zahlreichen Baustellen – überall zeigt sich derselbe Ansatz: Infrastruktur wird nicht als isolierte Einzelmaßnahme verstanden, sondern als langfristiges Investitionsfeld, das Lebensqualität, Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit miteinander verbindet.
Die Eichsfeldwerke setzen konsequent auf nachhaltige Planung, belastbare Lösungen und ein tiefes Verständnis für die Anforderungen der Region. So entsteht ein Netzwerk an Maßnahmen, die jeweils vor Ort wirken und gemeinsam das Eichsfeld als modernen, gut versorgten und lebenswerten Raum weiter stärken.
BAUGEBIETE
Wohn(t)räume in der Region verwirklichen
Attraktiver Wohnraum ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums. Seit Jahren unterstützt die EW Projekt GmbH, eine Tochtergesellschaft der Eichsfeldwerke, die Gemeinden im Landkreis dabei, passende Bauflächen zu entwickeln und für Bauwillige bereitzustellen. Während in mehreren Orten bereits erschlossene Baugebiete weiterhin attraktive Grundstücke bieten, startet mit Hohes Rott 6 in Heilbad Heiligenstadt aktuell ein neues, bedeutendes Projekt. Es zeigt beispielhaft, wie die EW Projekt nachhaltige Quartiere plant und kommunal abgestimmte Lösungen realisiert.
Mit dem Beginn der Erschließung des sechsten Bauabschnitts setzt die Stadt Heilbad Heiligenstadt gemeinsam mit der EW Projekt ihre erfolgreiche Entwicklung des Areals am Hohen Rott fort. Nach den Bauabschnitten 2 bis 5, in denen bereits 99 Grundstücke erschlossen wurden, entstehen nun weitere 19 Bauplätze in attraktiver Lage über den Dächern von Heilbad Heiligenstadt.
Rund 2 Millionen Euro fließen in das etwa 1,6 Hektar große Gebiet. Die Arbeiten umfassen unter anderem die Anlage von 660 Metern neuer Trinkwasserleitungen, einem 500 Meter langen Schmutzwasser- und einem 450 Meter langen Regenwasserkanal sowie neuen Gehwegen und Straßenflächen von rund 1.650 Quadratmetern. Moderne LED-Straßenlaternen und die Ertüchtigung vorhandener Regenrückhaltebecken komplettieren die Infrastruktur. Die Erschließung soll bis August 2026 abgeschlossen sein – ab Sommer könnten die ersten Bauvorhaben umgesetzt werden.
„Wir wollen Menschen die Möglichkeit geben, ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen“, sagt Mario Kunze, Bereichsleiter bei der EW Projekt. „Mit der Erschließung eines weiteren Abschnitts tragen wir erneut zur Attraktivität der Stadt und unserer gesamten Region bei.“
Erschlossene Baugebiete mit viel Potenzial
Neben dem neuen Abschnitt am Hohen Rott begleitet die EW Projekt mehrere Baugebiete, die bereits vollständig erschlossen sind – in Ecklingerode, Ershausen, Dingelstädt und Kalteneber. Dort stehen weiterhin attraktive Grundstücke zur Verfügung, die Bauwilligen kurzfristige und unkomplizierte Möglichkeiten bieten.
„Diese Baugebiete wurden behutsam in die bestehende Dorf- und Stadtstruktur integriert und berücksichtigen sowohl die örtliche Topografie als auch die Bedarfe der Gemeinden“, betont Kunze. Für viele Orte bedeuten die zusätzlichen Bauplätze nicht nur die Sicherung ihrer Einwohnerzahlen, sondern auch wichtige Impulse für Vereine, lokale Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
Die EW Projekt begleitet Kommunen dabei eng – von der technischen Planung über die Abstimmungen mit Behörden bis zur fertigen Erschließung. Durch die Einbindung weiterer EW‑Tochtergesellschaften kann das Unternehmen Synergien nutzen, die eine effiziente und qualitativ hochwertige Umsetzung ermöglichen.
Ganzheitliche Entwicklung statt einzelner Maßnahmen
Ob Neuerschließung oder Vermarktung bereits entwickelter Baugebiete – die Grundlage ist immer eine sorgfältige Analyse der jeweiligen kommunalen Rahmenbedingungen. Jede Gemeinde hat unterschiedliche Bedürfnisse, Chancen und Herausforderungen. Die EW Projekt entwickelt darauf aufbauend Lösungen, die wirtschaftlich tragfähig, zukunftsorientiert und passgenau sind.
Gerade für ländlich geprägte Regionen wie das Eichsfeld ist vorausschauende Bodenentwicklung essenziell. Attraktiver Wohnraum schafft Perspektiven, stärkt die regionale Bindung und sorgt dafür, dass junge Familien im Landkreis bleiben oder zurückkehren. Die Arbeit der EW Projekt trägt dazu bei, diese Struktur zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Lebensräume, die die Region stärken
Bis heute hat die EW Projekt mehr als 200 Bauplätze in zwölf Gemeinden realisiert – jedes einzelne Projekt ein Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Eichsfelds.
Mit dem neuen Abschnitt am Hohen Rott und den bereits erschlossenen Baugebieten in Ecklingerode, Ershausen, Dingelstädt und Kalteneber zeigt sich eine klare Linie: Die EW Projekt schafft nicht nur Baugrund, sondern langfristige Lebensräume. Sie ermöglicht Familien, im Eichsfeld zu Hause zu sein – heute und morgen.
LEADER-PROGRAMM UND REGIONALBUDGET
Ein Ort zum Ankommen Neue Wanderhütte am Lutter-Wasserfall stärkt Naturerlebnis und regionale Zusammenarbeit
Wenn sich Bürgermeister Winfried König in der neuen Wanderhütte am Lutter-Wasserfall in Großbartloff umschaut, liegt ein zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht – und das aus gutem Grund. Mit der Fertigstellung des Rastplatzes wurde nicht nur ein längst gewünschtes Bauprojekt umgesetzt, sondern ein weiterer Baustein für nachhaltigen Tourismus und gelebte Gemeinschaft geschaffen.
Gemeinsam mit dem Naturpark Eichsfeld Hainich Werratal und mit Unterstützung der LEADER-Förderung des Landkreises Eichsfeld hat die Gemeinde den Lutter-Wasserfall als touristisches Ziel weiterentwickelt. „Die Leute, die einmal hier waren, kommen oft wieder“, sagt Winfried König. „Mit der Wanderhütte haben wir einen Ort geschaffen, an dem man gern innehält – und der zeigt, was möglich ist, wenn Kommune, Region und Förderstrukturen ineinandergreifen.“
Einladung zur Rast: Am Lutterwasserfall, einem rund zehn Meter hohen Naturdenkmal bei Großbartloff, lädt eine 2025 errichtete Wanderhütte zum Verweilen ein. Besucher können dort die besondere Atmosphäre genießen und den Ort für eine Pause inmitten der Natur nutzen.
Natur mit Geschichte – und Zukunft
Der Lutter-Wasserfall liegt zwischen Großbartloff und Effelder und ist als Kalksinterbach eine geologische und landschaftliche Besonderheit der Region. Die rund zehn Meter hohe Steilwand aus lockeren Kalksanden entstand vor etwa 5.000 bis 10.000 Jahren und wurde bereits 1979 unter Naturschutz gestellt. Heute ist der Wasserfall ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Wandernde und Naturliebhaber.
Die neue Wanderhütte fügt sich harmonisch in diese Kulisse ein: Gegenüber stehen Ahornbäume, die bereits vor Jahren gepflanzt wurden, Wege führen bewusst zu Orten der Ruhe. Hier treffen Naturschutz, touristische Nutzung und regionale Identität aufeinander – behutsam und durchdacht.
Naturschauspiel: Führt die Lutter ausreichend Wasser, wird der Lutterwasserfall hinter der neuen Wanderhütte zu einer besonderen Attraktion. In der schluchtartigen Vertiefung unterhalb des Falls finden verschiedene Vogelarten wie Wasseramsel, Zaunkönig und Gebirgsbachstelze einen Lebensraum.
Ideengeber aus den Kommunen
Dass Projekte wie dieses entstehen können, ist der Zusammenarbeit vieler Akteure zu verdanken. Uwe Müller vom Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal betont den Stellenwert lokaler Initiativen: „Wir sind sehr glücklich, wenn Ideen direkt aus den Kommunen kommen. Die Naturparkverwaltung unterstützt diese Projekte sehr gern. Die Mittel des Regionalmanagements dienen der Umsetzung und sind sehr willkommen.“ Die Wanderhütte ist ein konkretes Beispiel dafür, wie aus einer Idee vor Ort ein umgesetztes Projekt mit Mehrwert für viele wird. Sie liegt direkt am Kanonenbahnradweg und ergänzt das Angebot an Rastplätzen entlang des Naturparkwegs Leine-Werra. Der TOP-Wanderweg Panorama Effelder, als Rundwanderweg, führt ebenfalls vorbei. Zudem dient die Hütte als Start und Treffpunkt einer Nordic Walking Gruppe – ein Ort, an dem Genuss und Aktivangebote miteinander verschmelzen.
Auch aus Sicht des Regionalmanagements ist das Projekt ein starkes Signal. Katrin Oberthür, Regionalmanagement im Auftrag der Eichsfeldwerke, unterstreicht den unterstützenden Ansatz: „Ich berate Kommunen und Initiativen gern bei der Beantragung – und jederzeit können neue Projektideen in unserer Geschäftsstelle eingereicht werden.“ Das Ziel sei es, Prozesse möglichst niedrigschwellig zu gestalten und gute Ideen nicht an Formalitäten scheitern zu lassen. Die Wanderhütte in Großbartloff zeigt, wie Förderinstrumente konkret Wirkung entfalten können.
Für die Ewigkeit gebaut
Ursprünglich war die Wanderhütte kleiner geplant. Doch Bürgermeister König entschied sich bewusst für eine nachhaltige Lösung: „Ich habe selbst eine Zeichnung gemacht – nach dem Vorbild der Hütten in Österreich. Das sollte etwas werden, das für die Ewigkeit gebaut ist.“
Mit Kosten von rund 41.000 Euro – einschließlich Förderung – entstand so ein langlebiger und hochwertiger Rastplatz. Für die Gemeinde ist es ein weiterer Schritt nach vorn: „Fertig – wieder ein Stückchen weiter“, bringt es der Bürgermeister auf den Punkt.
Die neue Hütte reiht sich in ein bestehendes Netz ein: Insgesamt zehn Wanderhütten verteilen sich inzwischen über die Gemarkung von Großbartloff. Jede von ihnen ist Orientierungspunkt, Treffpunkt und Ausdruck einer gemeinsamen Idee von Lebensqualität im ländlichen Raum.
WANDERBUS
30 Jahre Wanderlust per Bus und zu Fuß
Einsteigen, loswandern, Natur erleben und sich am Ziel wieder bequem zurückfahren lassen: Seit 30 Jahren macht der WanderBus das Eichsfeld auf besondere Weise erfahrbar. Was 1996 als Ringlinie begann, ist heute ein fest etabliertes Freizeitangebot für Wanderbegeisterte jeden Alters. Hinter dem Erfolgsmodell stehen die EW Bus, der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, der Landkreis Eichsfeld und der Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld (HVE). Gemeinsam verbinden sie Bewegung, Naturerlebnis, regionale Geschichte und Gemeinschaft.
Die Idee zum WanderBus entstand aus zwei einfachen Ansätzen: Zur Aufgabe des beteiligten Naturparks gehört es, die Region nachhaltig touristisch zu entwickeln. Gleichzeitig machte die Öffnung der innerdeutschen Grenze wieder viele Wege und Landschaftsräume im Eichsfeld neu erlebbar. Warum nicht einen Bus einsetzen, der es ermöglicht, am Ausgangspunkt einer Wanderung auszusteigen und am Ziel einfach wieder einzusteigen? Die Lösung hieß 1996: WanderBus.
Der Wanderbus hat sich bei Wanderinteressierten in den Jahren fest etabliert. Seit seinem Bestehen konnten bis heute rund 15.700 Teilnehmer begrüßt werden.
In den Folgejahren fuhr der Bus dann erst einmal als Ringlinie nach Fahrplan. 2001 wurde daraus dann das Konzept, das bis heute trägt: feste Termine, aber wechselnde Touren und geführte Wanderungen mit erfahrenen Wander- und Naturparkführern. „Unser WanderBus hat seit seinem Start 1996 eine beachtliche Entwicklung genommen“, betont Michael Raabe, Geschäftsführer der EW Bus. „In 30 Jahren durften wir 15.700 Wanderer begrüßen und haben mit den Bussen fast 39.000 Kilometer zurückgelegt.“
Der WanderBus im Wandel der Zeit. Ursprünglich startete er als Ringlinie, heute stehen individuell geplante Touren auf dem Programm.
Jährlich neues Programm
Die Saison beginnt traditionell am Ostermontag und erstreckt sich bis in den Oktober hinein. Jedes Jahr stehen zehn abwechslungsreiche Touren inklusive einer Radwanderung auf dem Programm. Die 30 Jahre-Jubiläumstour führte Anfang Mai von der Alten Burg bei Reifenstein zur Landesgartenschau nach Leinefelde.
Ergänzt wird die Saison seit 2007 durch ein Spezialangebot: die Fahrt zu den Weihnachtskrippen im Januar entlang des Südeichsfelder Krippenwegs. „Die Strecken entwickeln wir in Zusammenarbeit mit unseren erfahrenen Wander- und Naturparkführern, um den Teilnehmern immer wieder neue markante Aussichtspunkte und interessante Einblicke in die heimische Kulturlandschaft zu bieten“, erklärt Uwe Müller, Verwaltungsangestellter beim Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Dabei sind die Touren höchstens zehn Kilometer lang und mit Pausen so geplant, dass sie für die Teilnehmer gut zu bewältigen sind.
Beliebte Klassiker
Zu den beliebtesten Angeboten zählt seit jeher der Osterspaziergang zum Saisonstart. 2026 führte die Auftakttour über den Erlebnispfad im Kalksteintagebau Deuna. Ebenfalls stark nachgefragt sind Wanderungen entlang des Grünen Bandes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier verbinden sich Natur und Geschichte besonders eindrucksvoll. Persönliche Erinnerungen der Wanderführer machen diese Touren einzigartig. Zu den prägenden Stationen aus 30 Jahren WanderBus zählt auch der erwähnte Tagebau Deuna. Der Blick auf die große Technik zur Gewinnung von Kalkstein, der Landschaftswandel und die Rekultivierung hat vielen Wanderfreunden spannende Einblicke eröffnet. Und nicht zuletzt punktet die Weihnachtskrippentour als Abschluss der besinnlichen Zeit mit ihrem ganz eigenen Flair.
Ein Angebot, das verbindet
Der WanderBus hat sich somit im Laufe der Zeit zu viel mehr als einem praktischen Verkehrsmittel entwickelt. Er ist ein Treffpunkt auf Rädern. Viele Teilnehmer verabreden sich zu den Touren, andere kommen allein und finden unterwegs Anschluss. Michael Raabe beschreibt es so: „Genau das ist es: dieses Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Teilnehmer der WanderBus-Touren bilden eine kleine Gemeinschaft – viele von ihnen kennen sich sogar schon seit Jahren und nehmen regelmäßig teil.“ Gerade für ältere Menschen, für Alleinstehende und für alle, die gern gemeinsam unterwegs sind, stellt der Bus damit auch ein soziales Angebot dar.
Nach 30 Jahren fällt die Zwischenbilanz eindeutig aus: Der WanderBus hat sich im Eichsfeld etabliert. Neue Ziele gehen auch in den nächsten Jahren nicht aus. Auch künftig sollen besondere Anlässe und regionale Höhepunkte in das Programm eingebunden werden.
ZAHLEN ZUM WANDERBUS
10
Touren
pro Jahr
15.700
Wanderbegeisterte
haben bislang teilgenommen
≈ 39.000
Kilometer
hat der WanderBus bis heute zurückgelegt
ZU DEN MAGAZINBEREICHEN
Nachhaltigkeit
Daseinsvorsorge und Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden.
Knowhow
Unser langjährig erworbenes Wissen ermöglicht uns, bei Lösungen oft voranzugehen.
Umweltschutz
Beim Erhalt unserer Welt für die nächste Generation kommt es auf jede Einzelmaßnahme an.
Verantwortung
Verantwortung zeigt sich in entschlossenem Handeln, das letztlich allen zugute kommt.